Freiwilliges Ökologisches Jahr : Sozialer Einsatz für den Umweltschutz

Freiwilliges Ökologisches Jahr : Sozialer Einsatz für den Umweltschutz

Gleich zwei junge Menschen haben sich für ein freiwilliges ökologisches Jahr beim Biosphärenzweckverband entschieden.

„Es ist wichtig, junge Menschen zu haben, die uns unterstützen“, sagte Gerhard Mörsch am Donnerstagmittag. Man nimmt dem Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau ab, das er sich über die beiden neuen Mitarbeiter freut. Hannah Hautz und Luca Dorda machen seit Anfang September beim Verband ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Mörsch und sein Kollege Holger Zeck stellten die beiden im Rahmen einer Pressekonferenz in der Verbands-Geschäftsstelle vor.

Ein Jahr sind sie beim Biosphärenzweckverband beschäftigt. Sie nehmen soziale Aufgaben im Bereich Umwelt- und Naturschutz wahr. Das sei auch eine soziale Aufgabe, die Orientierung geben soll, um hinterher die Berufswahl zu erleichtern. Somit nutze das beiden Seiten, führte Mörsch aus. Wie die Wolfersheimerin Hannah Hautz sagte, habe man in der kurzen Zeit schon zahlreiche Einsätze bei Veranstaltungen gehabt. Ob Biosphärenfest, Forum Junge Biosphäre und etliches mehr. „Das war echt cool. Wir hatten jeden Tag etwas anders zu tun“, sagt die 18-Jährige im Gespräch. Auf das Floß der Nachhaltigkeit am Würzbacher Weiher, welches ohne Strom auskam, wies ihr Kollege Luca Dorda (18) hin. Spaß hätten auch das Verpacken und Abwiegen der Bliesgau-Äpfel sowie die zahlriechen Außeneinsätze gemacht, so der Gersheimer. Wie Geschäftsführer Mörsch betonte, sei es wichtig, dass die Tätigkeiten in den zwölf Monaten abwechslungsreich sind. Zwar zählen auch Büroarbeiten dazu, diese sollten aber nicht im Vordergrund stehen. Vielmehr gehe es um die Landschaftspflege im Bliesgau. „Die Eindrücke werden intensiver“, weiß er aus der Vergangenheit. 34 FÖJ’ler gibt es aktuell im Saarland, berichtete Dorda. Für seine Kollegin Hannah Hautz war der Weg zu dieser Einsatzstelle irgendwie absehbar: Sie sei immer schon viel draußen gewesen, hat etliche Haustiere und engagiert sich bei der Grünen Jugend. Ihr Ziel ist es, nach dem FÖJ in Mainz Publizistik zu studieren. Luca Dorda will in Kaiserslautern Raum- und Umweltplanung studieren. Da er sein Abi bereits mit 17 machte, sei ihm der Schritt, direkt in die Westpfalz umzuziehen, zu früh und zu stressig gewesen.  In der Barockstadt haben beide FÖJ’ler auch bislang das Von der Leyen- Gymnasium besucht.

Umstellen musste sich Luca Dorda auf die Vollzeit-Arbeit. Die sei der Fußballer und Fittness-Fan nicht gewohnt gewesen. „Ich hatte mit mehr Büroarbeit gerechnet“, zog die Sängerin und Gitarristin Hannah Hautz eine erste Bilanz. Die fällt ihr aber nicht schwer, da sie ohnehin ein Faible fürs Schreiben hat. Das eine Jahr ist einer regulären Berufsausbildung ähnlich. Auch hier wird ein Berichtsheft geführt, am Ende ein Erfahrungsbericht angefertigt und man erhält ein Abschlusszeugnis. Zudem gibt es regelmäßige Wochenseminare, die der Träger, das saarländische Umweltministerium, veranstaltet. Die wären gut für Entscheidungsfindung und Pädagogik. „Das ist eine Maßnahme für die Berufsbildung“, meinte Mörsch.

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