Sonderlob für Schalom-Musiker

Mit einem Familiengottesdienst begann der Tag des Fastenessens der Pfarrei Heilige Familie Blieskastel in der Pfarrkirche Herz Jesu Bierbach. Dabei war auch diesmal wieder die Musikgruppe Schalom.

In Pfarrgemeinden ist es guter Brauch, während der Fastenzeit zu einem Fastenessen für den guten Zweck einzuladen. In Bierbach begann der Tag in der Pfarrkirche mit einem Familiengottesdienst, den die Gruppe Schalom musikalisch begleitete. Seit Jahren ist die Gruppe in Bierbach zu Gast. Sie versteht es, anspruchsvolle Texte mit zeitgemäßer Musik zu verbinden, ihr Spiel sprach Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an . Von Pfarrer Eric Klein und Hildegard Lück vom Pfarr- Gemeindeausschuss gab es für Schalom ein Sonderlob, verzichten die Musiker doch seit Beginn auf eine Gage.

Eröffnet hatten den Familiengottesdienst die Kommunionkinder unter Leitung von Annette Motsch mit einem kleinen Spiel. Das anschließende Fastenessen in der Unterkirche hatte wie im letzten Jahrzehnt Hildegard Lück organisiert, für die Zubereitung der Gemüsesuppe stand in bewährter Manier Christa Steis am Herd und für das Kuchenbüfett war Martina Hubert federführend. "Die Zutaten zur Fastensuppe stiftet seit Jahren Peter Legrum", stellte Hildegard Lück heraus. Zum Erlös trugen auch Martina Hubert und Richard Latz vom Eine-Welt-Laden bei, ebenso 40 evangelische und katholische Frauen mit einer Spende von 425 Euro vom Weltgebetstag der Frauen.

Der Gesamterlös des Fastenessens fließt der Indienhilfe von Pater Thomas sowie dem brasilianischen Projekt Pastoralrat für die Fischer zu. Vermittelt hat dies Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer und Seelsorger in der Pfarrei Heilige Familie. "Im Januar konnte ich mit Kollegen vom Hilfswerk Misereor vor Ort in Brasilien die Projektpartner im Amazonasgebiet besuchen", erzählte unserer Zeitung Steffen Glombitza. "Nach mehreren Stunden Bus- und Flussfahrt erreichten wir das kleine Urwalddorf Fe em Deus. Rund 400 Kleinfischer haben sich dort zu einem Verband zusammengeschlossen, um eine nachhaltige Fischereiwirtschaft zu betreiben. Hierbei stehen sie jedoch im Konflikt mit Fischerei-Großbetrieben, die den Fluss Rio Tapajos mit riesigen Schleppnetzen leer fischen und damit die Lebensgrundlage der dortigen Familien gefährden. "Wir unterstützen die Fischer im Kampf um ihre Rechte mit dem Erlös des Fastenessens", so Glombitza.