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Selbst ein schottisches Fenster war dabei

Selbst ein schottisches Fenster war dabei

Märkte locken Besucher an, und das vor allem, wenn sie so bunt und ein bisschen verrückt sind wie der dieser Tage im Bienenkorb. Von Schlaghosen bis Klapprädern aus den 70ern gab es dort eine Fülle an Ungewöhnlichem.

Längst ist der Bienenkorb der Nische des Geheimtipps entwachsen, zu einer beliebten Adresse von Kunst, Musik, Trödel und Gemütlichkeit geworden. Gudrun und Roman Theis verstehen es nun schon seit neun Jahren immer wieder, Besonderes in ihre Kulturscheune in der Wolfharistraße zu locken. Das Paar verschafft damit dem kleinen Blieskasteler Stadtteil mit seinen rund 480 Einwohnern einen Hauch Montmartre.

Derzeit stellt die Ormesheimerin Friedlinde Richter aus. Sie zeigt Makroblüten und Landschaften als Motive. Immer wieder gibt sich der Gitarrist Wolfgang Lobo Guerrero mit spanischem Flamenco, mal solo, mal mit tänzerischer Begleitung ein Stelldichein. Zuhause fühlt sich hier die Sängerin und Gitarristin Gaby Klees, die nicht weit vom Bienenkorb wohnt. Ein besonderer Höhepunkt war der erste Land-Flohmarkt, der sich in und um das ursprünglich von 1740 stammende und nach einem Brand später wieder aufgebaute alte Bauernhaus rankte. Bücher, Keramik, Jugendstil-Fliesen, oder auch Monatsringe, die jeder für sich für einen Montag des Jahres stehen, waren zu finden. Birgit Senz aus Schiffweiler war mit ihren Auslagen, wozu auch noch ein altes Radio, ein originelles Ankündigungsplakat des Saarbrücker Stadtfestes aus dem Jahr 1977 oder ein Klapprad aus den 70ern, ebenso zu finden, wie Eva Kuntz aus Lautzkirchen. Sie bot selbst produzierte blaue Schlaghosen an und hatte Plateau-Schuhe mitgebracht.

Eine schwarze Seidenrobe oder auch ein aus Schottland stammendes Fenster war ebenso dabei wie die Sammlung von Bildbänden mit Werken der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo de Rivera. Im Vorgarten neben dem Bienenkorb hatten Luna und Bela Gress sowie Tim und Lea Leges aus Wolfersheim Spielsachen und Plüschtiere, aber auch Autos zum fernsteuern feinsäuberlich ausgebreitet. Neben den Angeboten unterhielt die Bexbacherin Marianna Deckarm mit ihrem Mann Reiner und Sohn Erik die Besucher mit Livemusik. Das Trio spielte Rock, Pop und Oldies. Zudem hatte sie eine Auswahl ihrer selbst aus Torfbeton hergestellten Töpfe und handgefertigte Schalen, Tassen und Teller zum Verkauf angeboten.

Gudrun Theis kündigte an, dass möglicherweise zwei Märkte im Jahr stattfinden sollen und zudem ein Weihnachtsmarkt in der Planung sei.