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Seit 40 Jahren für Kinder im Einsatz

Seit 40 Jahren für Kinder im Einsatz

Niederwürzbach. Es ist schon ein besonderes Ereignis, wenn jemand 40 Jahre an ein und derselben Arbeitsstelle tätig ist. Noch ungewöhnlicher jedoch ist es, wenn jemand schon seit 40 Jahren in einem Kindergarten aktiv mit Kindern arbeitet. Irmgard Noll in der Kindertagesstätte Sankt Hubertus in Niederwürzbach ist seit genau 40 Jahren im Dienst

Niederwürzbach. Es ist schon ein besonderes Ereignis, wenn jemand 40 Jahre an ein und derselben Arbeitsstelle tätig ist. Noch ungewöhnlicher jedoch ist es, wenn jemand schon seit 40 Jahren in einem Kindergarten aktiv mit Kindern arbeitet. Irmgard Noll in der Kindertagesstätte Sankt Hubertus in Niederwürzbach ist seit genau 40 Jahren im Dienst. Im Jahre 1969 begann sie ihre Arbeit im katholischen Kindergarten in der Pfeifferfelderstraße in Niederwürzbach, damals noch geleitet von einer Ordensfrau, Schwester Sylvestra. Und der Berufsweg von Irmgard Noll spiegelt gleichzeitig die Entwicklung der Kindergärten in den letzten zehn Jahrzehnten wider. Nach dem Hauptschulabschluss besuchte sie die Haushaltsschule in Blieskastel. Anschließend folgte die Ausbildung zur Kinderpflegerin. Explizit ausgebildete Erzieherinnen waren zu jener Zeit kaum "auf dem Markt", meist arbeiteten in den Kindergärten ungelernte Kräfte. Nach ihrem Praktikum wurde Irmgard Noll sofort eine Arbeitsstelle angeboten. Träger der Einrichtung auf dem Pfeifferfeld war seinerzeit der Elisabethen-Verein (heute wird die Einrichtung von der Kirchenstiftung getragen). "Wir wussten kaum etwas von Tarifverträgen, man bekam seinen Lohn noch bar auf die Hand", erinnert sich die engagierte Kinderfachkraft. Und zu dieser Zeit gab es noch den "normalen" Kindergarten, geöffnet war von halb neun bis halb zwölf, nach der Mittagspause ging es dann von 13 bis 16 Uhr weiter. Aber die Einrichtung hat sich entwickelt: 1995 ist der Kindergarten in einen schicken Neubau umgezogen, es kam der Hort hinzu, später auch die Krippe. Heute hat Irmgard Noll noch zwölf weitere Kolleginnen, auch eine Köchin ist in der Einrichtung beschäftigt. Was ihr in all den Jahren blieb, ist die Freude am Umgang mit den Kindern. Natürlich hat sich einiges verändert, die gesellschaftliche Entwicklung ist auch bei den Kindern erkennbar. So gebe es heute etwa weitaus mehr Kinder mit Sprachauffälligkeiten oder schwierigem Verhalten. Auch sei die Zusammenarbeit mit den Eltern heute weitaus intensiver. Und die Eltern seien auch in vielen Fällen sehr engagiert, würden die Anregungen des Tagesstättenpersonals dankbar aufgreifen. "Vor allem aber freut es mich, wenn ich die Kinder immer noch motivieren kann und sie mich genauso mögen wie jüngere Kolleginnen." ers