Sehen, wie die Stunde schlägt

Rund 3700 Besucher haben seit der Eröffnung im Juli 2010 das Blieskasteler Uhrenmuseum „La Pendule“ besucht. Museumsleiter Kurt Legrum unterstrich beim Redaktionsbesuch die Qualität der Exponate.

Seit der Eröffnung im Juli 2010 hat das Blieskasteler Uhrenmuseum "La Pendule" in der Bliesgaustraße 3 insgesamt rund 3700 Besucher angelockt. "Das Ziel, den 4000. Besucher begrüßen zu können, wurde leider nicht erreicht. Die meisten der 597 Gäste im vergangenen Jahr kamen wieder im Mai, diesmal waren es 167 Personen, hiervon alleine am alljährlichen Museumstag bei freien Eintritt 148 Menschen. Einige Führungen fanden mit den unterschiedlichsten Gruppen von Kindergartenkindern bis zu Rentnergruppen statt, auch zwei Führungen für Menschen mit Behinderungen", wie Kurator und Stadtarchivar Kurt Legrum beim Besuch in unserer Redaktion erläuterte.

Fester Bestandteil im Jahresprogramm sei am letzten Freitag im November vor der Winterpause des Museums der "musikalische Feierabend" mit dem Ensemble Scheldenborn. Bei der letzten Veranstaltung seien zeitweilig 50 Zuhörer anwesend gewesen. "Erstmals fand am 6. November 2015 ein Filmabend statt. In Zusammenarbeit mit der Arbeits- und Interessengemeinschaft Celluloidfilm Blieskastel wurde der Science-Fiction-Klassiker ,Die Zeitmaschine' gezeigt. Die Veranstaltung soll aufgrund der positiven Resonanz durch die Besucher eventuell in diesem Jahr mit einem anderen Film fortgesetzt werden", so der Museums-Chef. Großen Dank zollte Legrum seinen beiden Mitarbeitern Ludwig Reichert und Christoph Zimmer, die immer bereit seien, Besuchern Informationen und Auskünfte zu geben, wenn sie Aufsicht haben. "Im Jahr 2014 hätten wir gewiss noch mehr Gäste gezählt, wenn das Museum nicht für rund zehn Wochen wegen eines Wasserschadens geschlossen werden musste", wie Legrum betont. Im Dezember und Januar sei das Uhrenmuseum wegen Winterpause immer geschlossen, Gruppenführungen seien jedoch möglich.

Mittlerweile wurden etliche Uhren immer wieder überholt, gereinigt und poliert. Zwischenzeitlich wurden auch einige Umgestaltungen im Museum vorgenommen. Es können 99 wertvolle Zeitmesser vom Ende des 17. bis ins 20. Jahrhundert in voller Pracht bestaunt werden. Neben sechs Uhren aus Deutschland und zwei Pendulen aus England repräsentieren die restlichen 91 Zeitmesser mit der Sammlung der Comtoise-Uhren nicht nur die Anfänge der Uhr in einem vorwiegend agrarisch strukturierten Sektor des französischen Jura, sondern auch und gerade die Blütezeit der französischen Pendulen vom Ende des 17. bis ins 19. Jahrhundert. Es sind dabei die bekanntesten Uhrmacher ihrer Zeit vertreten. Die hervorragend erhaltenen Schmuckstücke sind zum Teil älter als 300 Jahre. Es gibt im Blieskasteler Museum Unikate, die vielfach individuell nach den Wünschen und Vorstellungen der Kunden und Käufer hergestellt worden sind. In der Ausstellung werden Uhren gezeigt, die von Meistern ihrer Zunft gefertigt wurden und höchste Anerkennung auch und gerade seitens der französischen Könige fanden. "Wie die Einträge im Gästebuch zeigen, sind viele Besucher immer wieder sehr überrascht von der Qualität der Uhren und der Meisterschaft ihrer Schöpfer", weiß Kurator Kurt Legrum zu berichten.

Das Blieskasteler Uhrenmuseum war im Juli 2010 im City-Haus in der Bliesgaustraße 3 eröffnet worden. Der Name "La Pendule" deutet bereits darauf hin, dass es sich vorwiegend um französische Pendeluhren handelt. Kurt Legrum war monatelang damit beschäftigt gewesen, die Stücke, die ein Privatsammler aus Saarbrücken der Stadt Blieskastel gestiftet hatte, an Ort und Stelle zu bringen und mit Informationsschildern zu versehen.

blieskastel.de

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Auf einen Blick Die Öffnungszeiten des Blieskasteler Uhrenmuseums "La Pendule", Bliesgaustraße 3, sind nach der Winterpause wieder sonntags von 14 bis 18 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene zwei Euro, ermäßigt ein Euro, Familien-Ticket drei Euro, Gruppen ab zehn Personen ein Euro/Person, Kinder bis zwölf Jahre frei. Gruppenführungen, auch für Schulklassen, sind möglich. Weitere Informationen gibt es bei Kurator und Stadtarchivar Kurt Legrum unter der Telefonnummer (0 68 42) 926 13 21. ert