Schule im ständigen Wandel

Blieskastel. Die Geschichte der Franz-Carl-Schule ist im Vergleich mit anderen Blieskasteler Schulen noch ziemlich jung, gleichwohl hat die Schule in den 40 Jahren ihres Bestehens schon einige Wechsel und Wandel erlebt. Zum 40-jährigen Jubiläum fanden sich viele Gäste im Schulhof der Förderschule Lernen am Schlossberg ein

Blieskastel. Die Geschichte der Franz-Carl-Schule ist im Vergleich mit anderen Blieskasteler Schulen noch ziemlich jung, gleichwohl hat die Schule in den 40 Jahren ihres Bestehens schon einige Wechsel und Wandel erlebt. Zum 40-jährigen Jubiläum fanden sich viele Gäste im Schulhof der Förderschule Lernen am Schlossberg ein. Neben vielen Eltern und Schülern war etwa auch der erste Entlass-Jahrgang 1978 gekommen, daneben die Bürgermeisterin und der Erste Kreisbeigeordnete, Peter Nagel. Kreissonderschule hieß die Förderschule früher, begonnen hat es 1969 in der umfunktionierten Schulhausmeister-Wohnung in Lautzkirchen. Seither sind viele Jahrgänge an der Schule entlassen worden, und es sollte nicht verschwiegen werden, dass man durchaus auch schon einmal über die Schließung der Schule diskutierte. Neben Blieskastel gibt es weitere Förderschulen Lernen in St. Ingbert und Homburg. Aber Schulleiter Hans-Jürgen Latz konnte Entwarnung geben: Seit 1998 ist die Franz-Carl-Schule auch sonderpädagogisches Förderzentrum. Dies bedeutet, alle Integrationsmaßnahmen im Saarpfalz Kreis, also gemeinsamer Unterricht von Schülern mit Förderbedarf im Bereich des Lernens an Regelschulen, wird von Blieskastel aus koordiniert und auch personalisiert. Derzeit besuchen 54 Schülerinnen und Schüler die Schule am Schlossberg von Klasse eins bis Klasse neun. Darüber hinaus betreuen Lehrerinnen und Lehrer der Schule insgesamt 202 Integrationsmaßnahmen im gesamten Kreis. Zwar sind die Schülerzahlen an der Schule vermeintlich stabil geblieben (49 zum Anfang, zwischenzeitlich weit über 100, jetzt also wieder bei 54), aber die Zahl der Integrationsmaßnahmen ist seit 1998 um über 170 Prozent gestiegen. Dies muss mit knapp 60 Prozent mehr Personal bewältigt werden. Und gab es früher über vier Stunden Stützunterricht für diese Kinder mit besonderem Förderbedarf, so sind es heute nur noch zwei Unterrichtsstunden. Gleichwohl betonte Förderschulrektor Latz, dass sich die Schule im Laufe der Jahre auch pädagogisch ständig weiter entwickelt habe. So hat man ein Leitbild entwickelt, das alle zwei Jahre fortgeschrieben wird. Kompetenztraining und Sozialarbeit gibt es an der Schule, Höhepunkte im Schuljahr sind Projekttage, gemeinsame Ausflüge von Lehrern, Schülern, Eltern und allen Mitarbeitern. Insgesamt 29 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an der Schule oder in den Integrationsmaßnahmen. Jeden Mittwoch gibt es einen so genannten Präsenznachmittag, bei dem alle Pädagogen bis 15 Uhr an der Schule erreichbar sind. Der Kreisbeigeordnete Peter Nagel betonte, dass der Kreis stolz auf diese Schule sei, die sich "fest in der Bildungslandschaft des Kreises etabliert" habe. "Die Franz-Carl-Schule ist fest in der Bildungsland-schaft des Kreises etabliert." Peter Nagel, Kreis-Beigeordneter