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Schritt für Schritt zu den Genüssen

Schritt für Schritt zu den Genüssen

In diesem Jahr passte beim Citta-Slow-Markt in dem Barockstädtchen einfach alles: das Wetter, die Stimmung und die Resonanz. Fast 60 Anbieter verteilten sich über die Altstadt. Dabei war Speiseeis der absolute Renner.

Die Kaschdler haben mit ihren Märkten einfach ein gutes Händchen und sicher auch einen unverschämt guten Draht zu Petrus: Der Citta-Slow-Markt in Blieskastel war auch am gestrigen Sonntag wieder ein ganz großer Erfolg. Wahrscheinlich wird es in diesem Jahr so warm an einem Sonntag nicht mehr werden, und so verspürte man in Blieskastel so etwas wie gelassene mediterrane Stimmung. Alle Straßen- und Eiscafés waren bestens ausgelastet, die Besucher strömten in Scharen. Seit Jahren ist der Citta-Slow-Markt ein Renner, in diesem Jahr passte einfach alles. Und man konnte die Barockstadt sozusagen mit allen Sinnen erleben.

Aber der Reihe nach: Die Parkplatzsuche war nicht ganz einfach, schon am frühen Nachmittag waren alle stadtnahen Parkplätze belegt. Aber es musste ja nicht unbedingt das Auto sein: Viele Besucher waren auch mit dem Fahrrad unterwegs, auch viele Familien mit Kinderwagen hatten sich ins Marktgetümmel gewagt. Fast 60 Anbieter waren über die Altstadt verteilt, auch die Geschäfte hatten in der Mehrzahl am Sonntagnachmittag geöffnet. Vor allem an den Schaltern der Eisdielen oder an den mobilen Eisständchen musste man - getreu dem Slogan von der langsamen Stadt - Geduld aufbringen. Eis war an diesem Sonntag der absolute Renner. Aber der Markt bot natürlich nicht nur Eisköstlichkeiten, sondern man hatte für alle Geschmäcker und Vorlieben etwas parat. Das Angebot an Waren war schier unerschöpflich, das hatte man die Qual der Auswahl. Überall konnte man nämlich probieren, riechen und schmecken, die Auswahl vor allem an regionalen Produkten ungewöhnlich groß und reichhaltig.

Und die Händler zeigten sich zufrieden: "Ich bin hier der Lokalmatador. Die Geschäfte laufen super, es könnte besser nicht sein", war Bäckermeister Stefan Anstadt aus Aßweiler voll des Lobes über den Markt.

Brot mit der Schnecke

Und die viele Konkurrenz, schließlich waren auch noch mehrere andere Bäcker auf dem Markt? Kein Problem offensichtlich, jeder machte sein Geschäft. Anstadts Kollege Hagen Fetzer aus Biesingen hatte wieder ein Brot mit der Citta-Slow-Schnecke gebacken. Er bot den Gästen zum Probieren zudem ein feines Party-Ciabatta, eingepinselt mit Cocktail-Soße, in kleinen Häppchen an. Ein paar Meter weiter verkaufte Ralf Schunck aus Webenheim seine Bauernbratwürste vom Grill aus eigener Produktion: "Das Geschäft läuft richtig gut. Zwar verkaufen wir nicht so viele Wurstwaren, aber der Rostwurstverkauf ist prima", stellte der Präsident des Reitervereins Bliestal heraus. Es sei zwar kein Vergleich zum Bauernmarkt beim Webenheimer Bauernfest, aber er sei richtig zufrieden mit dem Geschäft: "Und das Wetter ist ja auch einfach toll", war auch er hoch zufrieden.

Nicht fehlen durften auf dem Paradeplatz natürlich auch die Biesinger Marktfrauen, die wie immer ihre köstlichen Speisen und ihre fein kreierten Spezialcocktails anboten. Passend zum Motto hatte man auch Polohemden mit der Citta-Slow-Schnecke übergezogen, dazu die farblich passenden Marktschürzen. Birgit Hennrich war dort in Doppelfunktion unterwegs: Zum einen ist sie die städtische Leiterin des gesamten Marktes, zudem hatte sie noch Thekendienst bei den Biesinger Damen. Und schon in 14 Tagen geht es mit dem Marktgeschehen weiter: Am 9. Oktober startet der erste Blieskasteler Wein- und Käsemarkt.

Zum Thema:

Hintergrund Als Citta-Slow-Stadt ist Blieskastel seit dem Jahr 2012 Mitglied in der deutschen Vereinigung lebenswerter Städte. Ziel dieser Städte ist es, in einer zunehmend globalisierten Welt die regionalen Besonderheiten und Stärken zum Wohl der Bürger und Gäste zu nutzen. Eine der Voraussetzungen zur Aufnahme in diese Vereinigung war auch die Durchführung von Märkten mit regionaltypischen Angeboten. Hier hatte die Barockstadt Blieskastel schon immer viel zu bieten, denn neben Wochenmärkten gibt es seit vielen Jahren unter anderem Blumenmärkte und über das Jahr verteilt die beliebten Mondscheinmärkte. red