Rustikales Fest trotzt der Krise

Webenheim. Mittwochabends wird auf dem Webenheimer Bauernfest traditionell die "Wutz geschlacht". Das bedeutet: tausende Besucher im Festzelt und auf dem Außengelände, während in der Küche alle Hände rund gehen, um die hungrigen Festbesucher mit Deftigem zu versorgen

Webenheim. Mittwochabends wird auf dem Webenheimer Bauernfest traditionell die "Wutz geschlacht". Das bedeutet: tausende Besucher im Festzelt und auf dem Außengelände, während in der Küche alle Hände rund gehen, um die hungrigen Festbesucher mit Deftigem zu versorgen. Schon etwa ab acht Uhr in der Frühe beginnen Küchenchef Bernd Gradzimski aus der Festzeltküche und sein gut zehnköpfiges Team mit den Vorbereitungen für den Schlachtfestabend. "Etwa 2500 Portionen haben wir herausgegeben", lautet gegen 22 Uhr die Bilanz. Die klassischen Schlachtfestgerichte Haxen, Schlachtplatte, aber auch Grillhähnchen erfreuen sich größter Beliebtheit. Derweil geht im Festzelt schon wieder die große Party ab: Die Bamberger heizen kräftig ein, wenngleich sich der eine oder andere zumindest während des Schlachtfestes eher traditionelle Blasmusik gewünscht hätte. Aber Bauernfest-Koordinator Gernot Schunck ist mit der Kapelle hoch zufrieden: "Die machen genau zum richtigen Zeitpunkt die richtige Musik, die Stimmung ist doch toll", findet nicht nur er. Die Leute stehen auf den Tischen und Bänken, es wird getanzt, geschunkelt und gejohlt, und natürlich wollen die Musiker "die Hände oben sehen". Es sind immer wieder die Klassiker, von "Hang on Sloopy" bis zu Klaus Lages Dauerbrenner "1001 Nacht - und es hat Zoom gemacht", die das Publikum in Stimmung bringen. Und auch die Politprominenz war wie immer am Schlachtfest wieder präsent. Es ist Wahlkampf, und da kommt das Bad in der Menge besonders gut. Am Nachmittag ging es eher beschaulich zu: Die Bauernfestmacher bieten mit den Schaustellern ein preisgünstiges Familienprogramm an. Halbe Preise bei den Fahrgeschäften: Für Eltern mit Kindern und einem geschundenen Geldbeutel sozusagen das Schnäppchen über das Bauernfest. Zwei Bands heizen einInsgesamt scheint man der Wirtschaftskrise zu trotzen: Klar, der Euro sitzt nicht mehr ganz so locker, "die Leute gehen bewusster aus", glaubt Bauernfestwirtin Helga Reichelt. "Man wählt gezielt ein Angebot, wo man hingeht. Aber dann darf es auch etwas kosten", ist die Fest-Expertin überzeugt. "Aber wenn ich so in das volle Zelt schaue, die Leute feiern schön und sind gut gelaunt, dann freut mich das ganz besonders", ist die Wirtin zufrieden. Am heutigen Freitagabend heißt es ab 21 Uhr im Festzelt "Elliot - feel the cover", ein Programm für alle Junggebliebenen. Am Samstagabend geht es weiter mit der Gruppe Frontal.