1000 Liter Ertrag : Weinanbauer in Reinheim sind mit der Lese zufrieden

Bei rund 1000 Litern liegt in diesem Jahr der Ertrag der Rebsorte Sauvignon blanc auf dem Weinberg des Weinbauteams Reinheim. Trotz der Halbierung der Menge gegenüber dem vergangenen Jahr zeigte sich der Moselwinzer Ralf Steffen, in dessen Trittenheimer Weingut Steffenhof an der Mosel die Trauben anschließend zur Weiterverarbeitung transportiert wurden, zufrieden.

„Die Qualität ist sehr gut, weist 87 Grad Oechsle auf. Ich hatte nicht mit so viel gerechnet und bin angenehm überrascht“, so Steffen. Sein Sohn Marco, im zweiten Ausbildungsjahr zum Winzer, begleitete die Weinlese auf dem rund 1600 Quadratmeter großen Weinberg zwischen Reinheim und Gersheim, einem Wingert, der der Familie von Peter Nagel gehört. Der 19-jährige Nachwuchswinzer, der seine Ausbildung auf dem Staatsweingut Mosel in Bernkastel-Kues absolviert, war gemeinsam mit den 20 Helfern der Weinbaufreunde rund zwei Stunden dabei, die Trauben von den Stöcken zu lösen, um sie dann ins Heimat-Weingut zu bringen, wo sie gekeltert und der Most verarbeitet wird. Bevor jedoch mit der eigentlichen Lese begonnen werden konnte, wurden noch die zum Schutz gegen Wild angebrachte Netze beseitigt.

„Es ist ein großartiges Team, mit dem es großen Spaß macht“, so Steffen nach Ende der Ernte. Peter Nagel, Vorsitzender und Sprecher des Teams, freute sich über die gute Resonanz, Unterstützung der Mitglieder und den reibungslosen Ablauf. Zuversichtlich blickt er auch noch einige Meter weiter zum zweiten „Weingebiet“, einem rund 5000 Quadratmeter großen Gelände. Dort wurden vor drei Jahren Weinstöcke für Weißburgunder gepflanzt. „Wir werden im Frühjahr Drähte ziehen, nochmal kultivieren und hoffen im nächsten Jahr die erste Ernte einfahren zu können“, so Nagel. Nachdem der Frost vor zwei Jahren ein Viertel der 2500 gepflanzten Rebstöcke zerstört habe, sie nachgepflanzt wurden, können 2022 die Trauben gelesen werden.

In einigen Wochen werden die Teammitglieder das Jahr gemeinsam ausklingen lassen und auch noch einen Nachfolger für den im Mai verstorbenen „Motor der Gemeinschaft“ und stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Wack wählen.