Radler-Demo in Blieskastel Radler werben für den Mindestabstand

Blieskastel · 1,5 Meter sollen Autofahrer mindestens auf Distanz bleiben. Darauf machten Mitglieder des Allgemeinen Deutsche Fahrradclub mit einer Aktion in Blieskastel aufmerksam.

Die an der Aktion teilnehmden Radfahrer hatten bunte Schwimm- oder Poolnudeln an ihren Fahrrädern angebracht, um vorbeifahrenden Autofahrern den genauen Mindestabstand zu demonstrieren.

Die an der Aktion teilnehmden Radfahrer hatten bunte Schwimm- oder Poolnudeln an ihren Fahrrädern angebracht, um vorbeifahrenden Autofahrern den genauen Mindestabstand zu demonstrieren.

Foto: Erich Schwarz

Jeder, der mit dem Fahrrad im öffentlichen Verkehr unterwegs ist, hat die Erfahrung sicher schon am eigenen Leib oder besser Fahrrad verspürt: Autofahrerinnen und Autofahrer sind nicht unbedingt die besten Freunde der Fahrradfahrer. So mancher autofahrende Zeitgenosse wird schon mal ungeduldig, wenn er Fahrräder vor sich hat. Und wenn es dann länger dauert, wird der Fahrradfahrer sogar auch in kritischen Situationen überholt. Und wenn es dann auch noch Gegenverkehr gibt, kann es schnell sehr brenzlig werden, der Radfahrer wird oft geschnitten, ist in einer gefährlichen Situation. Dabei gilt schon seit Längerem ein Mindestabstandsgebot von 1,5 Metern beim Überholen eines Radfahrers. Und weil sich sehr viele Autofahrerinnen und Autofahrer daran nicht halten, hat die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg eine Aktion gestartet. Auf Bannern werden Autofahrerinnen und Autofahrer auf das Mindestabstandsgebot hingewiesen. Bergs Ministerium hat den Interessenvertreterinnen und -vertretern solche Banner als Hinweis zur Verfügung gestellt.

Mitte dieser Woche nun haben sich auch die örtlichen Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) aus Blieskastel der Aktion angeschlossen. Zunächst wurde gegenüber des Bahnübergangs in Lautzkirchen ein solches Banner mit dem Hinweis auf das Mindestabstandsgebotes aufgehängt: „Nachdem bereits in Homburg und St. Ingbert solche Aktionen gelaufen sind, haben wir uns entschlossen, auch in Blieskastel eine ähnliche Initiative zu starten“, erläuterte Andreas Hempel vom örtlichen ADFC die Aktion. Aber damit nicht genug: Man traf sich am Haltepunkt der Bahn in Lautzkirchen, um mit einer weiteren Aktion auf die Gefahren für die Radfahrer hinzuweisen.

Kurze Umfrage zunächst: Haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst schon schlechte Erfahrungen mit der Einhaltung des Abstands gemacht? „Eigentlich täglich“, kam es mehrstimmig aus der Gruppe. Es handelte sich dabei um Männer und Frauen, die das Fahrrad häufig benutzen. „Kürzlich hat mich ein Autofahrer so knapp überholt, dass mein Spiegel am Lenker eingeklappt wurde“, konnte ein Teilnehmer berichten. Deshalb hatten sich die Fahrrad-Freunde zu dieser Aktion entschlossen: Mit sogenannten Pool- oder Schwimmnudeln, die am Gepäckträger des Fahrrades befestigt wurden, wollte man den genauen Mindestabstand verdeutlichen. Zudem hatten Teilnehmer zusätzlich Schilder auf ihrem Rucksack, die noch einmal auf den Mindestabstand hinwiesen.

Mit dabei war auch ein Fahrer des Rikscha-Teams der Stiftung Lebenswerte, die diese Aktion ebenfalls unterstützte. Vom Lautzkicher Bahn-Haltepunkt ging es bis zum Ortsausgang Richtung Kirkel und dann wieder zurück in die Innenstadt.