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Pater Jozef Matula denkt in Uganda gerne an Blieskastel zurück

Peter Jozef erinnert sich in Uganda an Blieskastel : Dieser Seelsorger bleibt unvergessen

Pater Jozef Matula wirkte in der Großpfarrei Blieskastel. Heute kümmert er sich um die Menschen in Uganda.

Im Juni vor acht Jahren wurde Pater Jozef Matula in Polen zum Priester geweiht, bereits im folgenden August kam er dem Wunsch seines Oberen der Franziskaner-Minoriten nach und trat im Kloster Blieskastel seinen Dienst in der Kirche an. „Ich habe spontan zugesagt, obwohl ich damals gar nicht genau wusste, wo das Saarland und Blieskastel liegen. Ich kam ohne deutsche Sprachkenntnisse an, doch das Erlernen ging schnell voran. Es war eine große Herausforderung für mich, die mit Hilfe der Mitbrüder, der Pfarrgemeinden und zwei guten Lehrern aus Hassel schnell zum Erfolg führte“, blickt im Gespräch mit unserer Zeitung Pater Jozef zurück.

Dieses Gespräch fand, dank der neuen Medien, über die Distanz von knapp 6000 Kilometern statt: Denn nach sechs Jahren in Blieskastel trat der Kaplan vor einem Jahr eine Stelle in Uganda an.

Doch zurück zur Anfangszeit in Blieskastel: „Es war für mich ein neues und spannendes Leben. Hierzu gehörten die Seelsorge sowie all die netten Menschen, denen ich im Alltag oder auf den Straßen begegnet bin. Kinder, die ich getauft habe und Begegnungen mit ihren Familien, Hochzeitspaare, Mitarbeiter und Helfer in der Pfarrei und im Kloster, Mitchristen und Menschen beim Spenden der Sakramente und Liturgie, weiter die Gottesdienste – all dies betrachte ich als eine riesige Bereicherung und als Geschenk Gottes“, so der beliebte und stets bester Laune anzutreffende Pater Jozef. „Vor allem bin ich dankbar dafür, dass ich in den sechs Jahren von meinen Mitbrüdern und den Pfarrangehörigen so viel gelernt habe: Mitbeten, mitsingen und mitarbeiten, mitfeiern – kurz Teamwork halt.

Besondere Freude und Spaß machten mir Konzerte und Messen, die ich mit den Chormitgliedern erleben durfte“, so der sangesfreudige Pater. „Alle haben mir geholfen, die Gottesdienste tiefer und andächtiger zu feiern, aber auch lebendiger, fröhlicher und lockerer. Und wenn ich im Chor mal falsch sang, hat mich keiner mit dem Notenheft geschlagen“, sagt lachend der 35-Jährige, dem auch die Natur, die Landschaft, Spaziergänge und Wandern sowie Fahrrad- und Mofa-Fahren geholfen hätten, Gott als Schöpfer im Bliestal zu erfahren. „Drei Jahre als Kaplan in der Großpfarrei Heiliger Franz von Assisi, die Begegnung mit den Menschen sowie die erlebte Freundschaft bleibt als erste Pfarrei stets in meinem Herzen“, hält Pater Jozef fest.

In der Großpfarrei hört man heute nur Positives über den Ordensmann, der in seiner Freizeit für die Pfarrgemeinde viele Fotos schoss, er kümmerte sich um die Facebook- Seite und die WhattsApp-Gruppen, und bei der Gartenarbeit im Kloster saß er unermüdlich auf dem Rasentraktor. Pater Jozef war schnell beliebt in den fünf Gemeinden, seine oftmals langen Predigten („Wohl mein Markenzeichen“) fanden viel Verständnis und Schmunzeln danach, gerade bei Pfarrfesten hatte Jozef für jeden ein offenes Ohr und nahm sich viel Zeit, stets gewürzt mit Humor und gutem Appetit bei den Pfarrei-Spezialitäten. „In den sechs Jahren Blieskastel habe ich festgestellt, dass Gott auch heute noch eine große Rolle bei vielen Menschen spielt. Die frohe Botschaft ist immer aktuell, die Bibel- Texte weiter lebensnah. In Uganda will ich als Bruder des Heiligen Franz von Assisi und als Priester Frieden und Heil aussenden, Sakramente spenden und das Evangelium leben.“

Wie das neue Leben im Land des Äquators sich gestaltet, haben wird Pater Jozef für einen weiteren Bericht in unserer Zeitung gefragt.