Ortsvorsteherin will schnelle Kita-Erweiterung in Niederwürzbach

Niederwürzbach : Ortsvorsteherin will schnelle Kita-Erweiterung

Niederwürzbachs Ortsvorsteherin Petra Linz pocht auf eine schnelle Erweiterung des Kindergartens. Man müsse „Gas geben“. Wie Linz mitteilt, sei vor vier Jahren mit allen Beteiligten eine Bestandserhebung im und am Gebäude und eine Bodenuntersuchung verabredet worden.

Die Bürgermeisterin habe ein aktuelles Konzept über den Sanierungsbedarf vor weiteren Entscheidungen zugesagt. Dieses Konzept beziehungsweise ein Bodengutachten seien bis heute nicht vorgelegt worden. Trotz des Wissens um die Bodenverhältnisse in der Nähe des Würzbachs sei Anfang 2017 auf Vorschlag des Ortsrates eine Erweiterung der Kita in Containerbauweise durch die Verwaltung ausgeschrieben worden. Trotz erfolgter Vergabe sei – ohne dass dafür plausible Gründe genannt wurden – der mit dem beauftragten Unternehmen geschlossene Vertrag zurückgezogen worden. „In unseren Augen eine reine Hinhaltetaktik, der man mit der Auflösung des Vertrages in beiderseitigem Einvernehmen entgegengekommen ist“, so Linz. Aufgrund des Platzmangels sei vorgesehen gewesen, eine Kindergartengruppe ab Februar 2018 bis zur Einschulung nach den Sommerferien 2018 im Keller der Schule unterzubringen und eine Entscheidung herbeizuführen, in welcher Weise die Kita bis zum 1. August 2018 erweitert werden könne. Diese Übergangslösung bestehe seither, neue Planungsvorstellungen seien erst jetzt vorgelegt worden und der 1. August 2018 sei Geschichte. „Eine mit hohen Kosten verbundene Interimslösung sieht bis zur Fertigstellung eines Anbaus in Massivbauweise zwischen Kita und Schule die weitere Unterbringung einer Kindergartengruppe und der Mitarbeiter der Kita in der Schule vor. In der Kita selbst sollen voraussichtlich in zirka zwei Monaten durch bauliche Maßnahmen weitere sechs Krippenplätze entstehen“, heißt es in einer Presseerklärung. Der Anbau solle jetzt zügig geplant, genehmigt und die Arbeiten ausgeschrieben, vergeben und anschließend begonnen werden. Die Verwaltungschefin habe weder einen Fertigstellungstermin, noch konkret ermittelte Kosten nennen können (wir berichteten). Unklar sei, wie sich die Kita und die Schule während der Bauphase des Anbaus aufstelle, welche Auswirkungen der Anbau auf die Arbeiten zur Sanierung der Schule mit geplanter Bereitstellung von Räumen für die Nachmittagsbetreuung habe und ob bei dem erwarteten gesetzlichen Anspruch auf Nachmittagsbetreuung für alle Grundschüler die Räume bis hin zu einer Mittagessenversorgung reichten.

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