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Ortsrat-Mitte
Bau der Umgehung beginnt dieses Jahr

 Der auf dem Foto linke Bereich am Freizeitweg in Blieskastel-Mitte soll nach der Neugestaltung der östlichen Umfahrung stadtnahe Kurzzeit-Parkplätze vorweisen. 
Der auf dem Foto linke Bereich am Freizeitweg in Blieskastel-Mitte soll nach der Neugestaltung der östlichen Umfahrung stadtnahe Kurzzeit-Parkplätze vorweisen.  FOTO: Hans Hurth
Blieskastel. Ortsrat Blieskastel-Mitte befasste sich mit der Sanierung der Altstadt und der nachhaltigen Entwicklung.

Der Ortsrat Blieskastel-Mitte befasste sich in seiner 33. und für diese Legislaturperiode letzten Sitzung im Haus des Bürgers mit der Sanierung des Altstadt Blieskastels. Einstimmig die Zustimmung des kommunalen Gremiums zur Durchführung des städtebaulichen Planverfahrens für den Bereich zwischen dem Gebäude der Stadtwerke im Norden, der geplanten Umgehungstraße im Osten, der B 423 im Süden und des Busbahnhofs. „Dieses Planverfahren zielt drauf ab, die Schaffung einer neuen östlichen baulichen Stadtkante vorzubereiten, die sich städtebaulich geordnet, architektonisch hochwertig und zukunftsfähig präsentiert“, informierte Ortsvorsteher Jürgen Trautmann (CDU). Der Bau der Umgehungsstraße werde noch in diesem Jahr begonnen und etwa zwei Jahre dauern. „Danach werden zeitnah östlich der derzeitigen Bebauung an der Bahnhofstraße sowie im Umfeld der Bliesgaufesthalle Flächen von zirka 18 000 Quadratmetern für die Stadtentwicklung zur Verfügung stehen, dies allesamt im Eigentum der Stadt Blieskastel, eine in unserer Zeit und angesichts der Größe und Lage der Stadt einmalige Möglichkeit, mutig eine zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklung zu planen und umzusetzen“, so Trautmann. In das Planverfahren eingebunden sei der Bereich der Bliesgaufesthalle, deren Neubau mit Biosphärenhaus weitere Projektierung des Vorhabens sei. Bis zum Jahr 2030 soll die neue östliche Stadtkante errichtet sein. Die Verwaltung werde zur Finanzierung der Gesamtkosten des Planverfahrens in Höhe von 100 000 Euro Fördermittel beantragen.


Zustimmung des Ortsrates gab es auch für den Entwurf zur Neufassung der Richtlinien von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen privater Bauherren im Sanierungsgebiet der Altstadt. „Drei Bereiche der Innenstadt zwischen Schlossberg und Bliesaue sind jeweils als Ensemble denkmalrechtlich geschützt, nämlich die Kirche auf der Agd, Kloster mit Klosteranlage und die Altstadt. Zudem unterstreichen 130 Einzeldenkmäler die große denkmalpflegerische Bedeutung des Stadtkerns“, stellte Jürgen Trautmann heraus. Daher sei die denkmalgerechte Sanierung der privaten Gebäude ein wesentlicher Schwerpunkt in der Altstadt. Vom Beginn der Sanierungsmaßnahme an unterstütze die Stadt Blieskastel die privaten Bauherren mit einem Zuschuss, der zu zwei Drittel mit Mitteln der Städtebauförderung finanziert werde. Die erstmals 1986 erlassenen Richtlinien zur Sanierung sollen aktuell an veränderte Rahmenbedingungen und neuere Standards angepasst und neu gefasst werden.

(hh)