Orangerie bietet kunstvolle Unikate

Blieskastel. Der vorweihnachtliche Markt der Frauenbeauftragten der Stadt Blieskastel, Doris Buhr, hebt sich wohltuend vom Markt-Einerlei der Vorweihnachtszeit ab. Bewusst hat man das Angebot begrenzt, im Orangeriegarten und in der Orangerie selbst hatten 27 Händler ihre Stände aufgebaut. "Wir haben in diesem Jahr noch die Räume des früheren Emaille-Museums hinzugenommen

Blieskastel. Der vorweihnachtliche Markt der Frauenbeauftragten der Stadt Blieskastel, Doris Buhr, hebt sich wohltuend vom Markt-Einerlei der Vorweihnachtszeit ab. Bewusst hat man das Angebot begrenzt, im Orangeriegarten und in der Orangerie selbst hatten 27 Händler ihre Stände aufgebaut. "Wir haben in diesem Jahr noch die Räume des früheren Emaille-Museums hinzugenommen. Dadurch konnten wir noch ein paar Händler mehr zulassen. Aber wenn wir wollten, hätten wir hier den ganzen Orangeriegarten voll", räumte Doris Buhr ein. Aber das Ganze ist auch nicht unproblematisch. Es gibt zum Orangeriegarten keine Pkw-Zufahrt. "Deshalb auch ein dickes Lob an den Bauhof. Die leisten hier Schwerstarbeit", weiß die Cheforganisatorin. Denn die schmucken Weihnachtshäuschen müssen mit einem Kran in den Garten der Orangerie gehievt werden. Aber wenn am Abend alle Tannenbäume beleuchtet sind, die Gefäße mit dem Fackelöl brennen, dann ist das malerische Bild perfekt. Und in diesem Jahr kam noch ideales Wetter hinzu. Doris Buhr hatte sich mit ihrem Mann Herbert schon auf einen großen Ansturm eingerichtet. "Wir hatten schon ein bisschen mehr eingekauft als im letzten Jahr. Aber schon Samstagabend waren wir ausverkauft und mussten Nachschub ordern", erzählte die Organisatorin. Und so ging es vielen Händlern und Standbetreibern. Weil man vieles in Handarbeit herstellt, sind die Waren echte Unikate. So war von Samstag auf Sonntag Nachtarbeit bei vielen Künstlern angesagt, damit man den Kunden auch am zweiten Tag noch etwas präsentieren konnte. Doris Buhr betont, dass sie ein gewisses Niveau halten will. Es soll kein Ess- und Trinkmarkt sein, sondern es werden erlesene Waren angeboten, vieles eben Handarbeit und künstlerische Wertgegenstände. So Angelika Welsch, die mit Partnerin Petra Cicciari den "Bierbacher Kunstkeller" betreibt, wo man das Hobby zur Profession gemacht hat. Gäste erleben Klöppelkunst Unter Mithilfe von Angelikas Schwester Silvia Welsch wurden Skulpturen aus Ton angeboten sowie hochwertige Marionetten. Besonderes Interesse lockte Dorothee Schmitt aus Neuweiler an. Sie beherrscht als eine von wenigen noch die Kunst des Klöppelns. Es war für viele Besucher sehr aufschlussreich, ihr bei der Arbeit zuzuschauen. "Ich finde, so etwas ist ganz toll. Diese Frau beherrscht ein uraltes Handwerk und gibt dies in Schulungen auch noch an andere Menschen weiter", war Marktbesucherin Adele Linz aus Niederwürzbach begeistert. Die Klöppel-Künstlerin hält in St. Ingbert Schulungskurse ab, wo sie ihre Kunst an Interessierte weitergibt. Aber auch viele andere Handarbeiten und künstlerische Schmankerl konnte man bewundern. Faszinierend auch die Fähigkeiten, welche viele Leute entwickeln. So etwa ist Diplomingenieurin Heike Kneller-Luck eigentlich Stadtplanerin in Sulzbach. Aber sie hat ein eigenes Schmuckdesign-Studio und hat sich sogar den Markennamen "Unicado" rechtlich schützen lassen.