Die Ortsvorsteherin gibt sich kämpferisch : Jetzt steht der Kita-Neubau auf dem Programm

Neujahrsempfang in Niederwürzbach mit einigen überraschenden Neuigkeiten. Große Ereignisse werfen ihr Schatten voraus.

Der Neujahrsempfang der Niederwürzbacher SPD war auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Der Ortsvereinsvorsitzende Harald Pauly begrüßte die Gäste „im schönsten Ort der Biosphäre Bliesgau“. Leider war die Gastrednerin, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, wegen Krankheit verhindert, aber „wir sind auch für diesen Fall gerichtet“, beruhigte Pauly die Gäste im Haus der Feuerwehr. Und so war der Neujahrsempfang diesmal etwas kürzer, was „aber auch nicht schlecht ist“, wie Ortsvorsteherin Petra Linz lächelnd anmerkte.

Zunächst hatte Bürgermeister Bernd Hertzler (SPD) die Gäste jovial mit „Gemorje“ begrüßt und allen ein gutes neues Jahr gewünscht. Er versprach den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern: „Mir mache Werzbach ganz groß“. Wie im letzten Jahr an dieser Stelle prognostiziert, blieben die CDU-Kommunalpolitiker aus Niederwürzbach dem diesjährigen SPD-Empfang fern. Doch nach den starken verbalen Wahlkampf-Attacken im letzten Jahr blieb der Ton in diesem Jahr etwas gemäßigter. Wenngleich sich Petra Linz auch bei ihrer diesjährigen Ansprache den einen oder anderen Seitenhieb in Richtung CDU nicht verkneifen konnte. Gern hätte sie „den Kollegen von der CDU“ einige Ratschläge für eine „konstruktive Streitkultur“ mit auf den Weg gegeben: „Aber leider sind sie nicht da“, konstatierte die streitbare Ortsvorsteherin. Sie wies darauf hin, dass die CDU bei der im CDU-Neujahrsempfang kritisierten Maßnahme zum Fußweg ins Allmend mitgestimmt habe: „Wer seine eigenen Entscheidungen kennt, ist im Vorteil“, unterstrich Linz.

Und dann kam die frohe Botschaft für die Niederwürzbacher: Man werde „entsprechend der Fakten den Neubau einer Kindertagesstätte zur Deckung des künftigen Bedarfs an Kindergarten- und Krippenplätzen favorisieren und entsprechend planen“. Diese Ankündigung kam offensichtlich so überraschend für die Gäste, dass Linz nachlegte: „Habt Ihr gehört? Neubau!“. Auch für die steigende Nachfrage bei der Nachmittagsbetreuung werde man Lösungen finden.

Gemeinsam mit Bürgermeister Hertzler sei man im Übrigen auch bei Umweltminister Reinhold Jost vorstellig geworden, der versprochen habe, mit Hochdruck an einem Konzept für die zukünftige touristische Nutzung des Weihers zu arbeiten. Am Weiher sollen E-Bike-Ladestationen installiert werden, freies W-Lan soll es zukünftig in und um die Würzbachhalle, den Banken und der Apotheke geben. Die Planungen für die Seniorenresidenz in Niederwürzbach seien im Gange. Leider müsse man auf den Bau einer Tiefgarage wegen eines unterirdischen EVS-Kanals verzichten.

Zwei Großereignisse kündigte Petra Linz für den Stadtteil an: Nach 2013 richtet er am 14. Juni das große Biosphärenfest aus. Und 14 Tage später findet die „WürzArt“ rund um den Weiher in Zusammenarbeit mit dem Blieskasteler Kulturstammtisch statt. Am Ende gab sich die Ortsvorsteherin – nun mit ihrem Enkelkind auf dem Arm – selbstbewusst: „Wir leben dort, wo andere Urlaub machen. Und wenn mich der Landrat im Juni zur Biosphären-Anhörung mit nach Paris nimmt, haben wir die Anerkennung der Unesco so gut wie im Sack.“ Das solle der Kreisbedienstete und Niederwürzbacher, Andreas Motsch, dem Landrat ausrichten.

Der frühere Lehrer Joachim Mayer wurde anschließend für seine Verdienste bei der Pflege der Würzbacher Homepage und der fotografischen Dokumentation der Niederwürzbacher Ereignisse mit einem großen Präsentkorb geehrt, was das Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnte. Am Ende gab es für die Gäste noch einen echten Glückspfennig und das schon klassisch-traditionelle Bergmannsfrühstück mit Weck, Lyoner, Gurke und Bier.