Neue Kaschdel-Tut ist aus Papier

Das Logo auf der Kaschtler Papiertüte zeigt den Gollenstein und die Blies. Für diesen Entwurf der Blieskasteler Einkaufstüte erhielt die 21-jährige Gloria Rebmann den ersten Preis. Über 60 Einsendungen zählte der Ortsrat beim Wettbewerb.

Der Ortsrat Blieskastel-Mitte hat zum Abschluss seiner Aktion "Papier statt Plastik" die neue Blieskasteler Einkaufstüte mit dem von Gloria Rebmann aus Ballweiler entworfenen Logo "Kaschdel - Tut gudd" präsentiert. Ortsvorsteher Jürgen Trautmann (CDU ) blickte im Haus des Bürgers auf den einstimmigen Beschluss des kommunalen Gremiums zurück, wonach durch den Wettbewerb "Papier statt Plastik" mit der neuen Einkaufstüte aus Papier der Gebrauch von Plastiktüten in der Biosphärenregion eingedämmt werden soll. "Blieskastel , die kleine, aber umso schönere Barockstadt im Herzen der Biosphäre ist wie geschaffen für eine Vorreiterrolle", stellte Jürgen Trautmann heraus. "Wir sind Barock, Citta slow und bald auch noch essbar, da gilt es auch, bei Papier statt Plastik voranzugehen.'' Der Ortsvorsteher wies auf das Bestreben hin, in der Stadt zumindest mit Einkaufstüten neue, bessere Wege zu beschreiten.

Trautmann nannte die bereits bekannte Kaschtler Stofftasche, die Tasche mit der Schlosskirche und die Biosphärentasche. "Wir wollen die Kaufleute und die Markthändler anhalten, keine Plastiktüten mehr zu verwenden, denn in Deutschland werden pro Kopf und Jahr 76 Plastiktüten verbraucht. Bundesweit führt dies zu einer Nutzung von 6,1 Milliarden Plastiktüten jährlich oder 11 700 Tüten pro Minute", zitierte Trautmann aus einer Studie des Umweltbundesamtes. Im Ortsrat Blieskastel-Mitte bildete sich parteiübergreifend ein Gremium mit Norgard Brockmann-Gaa (CDU ), Jannik Pfister (Grüne) und Birgit Fromm (SPD ), das die eingereichten Vorschläge der Bürger für die neue Papiertasche bewertete und zu einem Ergebnis führte. "Der Wettbewerb fand eine gute Resonanz, es gab über 60 Einsendungen, die besten zeichnen wir heute aus", bemerkte Jürgen Trautmann, der mit Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und Norgard Brockmann-Gaa an die Sieger Geschenke übergab.

Viel Lob gab es für Gloria Rebmann, die 21-Jährige hat das Logo mit dem Gollenstein und der Blies für die neue Tüte entworfen, den letzten Schliff verpasste Künstler Karl-Heinz Hillen. In einer Auflage von je 1000 Papiertüten wurden große und kleine Exemplare an die Geschäftsleute weitergegeben. Noch bis Ende Juli sind die eingereichten Vorschläge im Haus des Bürgers ausgestellt.

blieskastel.de