1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Blieskastel

Neue Hinweistafel richtet den Blick auf besonderen Park in Aßweiler

Aßweiler und seine Historie : Neue Hinweistafel lenkt den Blick auf einen besonderen Park

) Im Rahmen einer Zeitreise durch die Saarpfalz werden „Gärten mit Geschichte“ die teilweise in Vergessenheit geraten sind, wieder für Touristen, aber auch für einheimische Besucher auf neuen Hinweistafeln erfahrbar.

Im Rahmen dieses Projektes wurde auf Anregung des Arbeitskreises Heimatgeschichte Aßweiler an dem Parkplatz Richtung Seelbach auch eine Hinweistafel mit dem „Park Bagatelle Aßweiler - Seelbach“ vor wenigen Tagen aufgestellt. Das teilt Ortsvorsteher Roland Engel mit: „Hierbei werde in drei Sprachen auch auf die für Aßweiler wichtige „Schweizerei“ hingewiesen, deren Brunnen ja schon gefunden wurde.“ Der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatgeschichte, Horst Witte, konnte für dieses Projekt bereits ein Buch des Aßweiler Heimatforschers Erich Heib und ein von dem Aßweiler Hobbykünstler Horst Helle gefertigtes Modell vorstellen. Und die stellvertretende Vorsitzende Dagmar Schuler hat sie durch interessante Führungen für viele Interessenten bereits erlebbar gemacht.

Zur Erläuterung: Graf Philipp von der Leyen (1766-1829) schuf sich, so die Tourismus Zentrale Saarland, in der weitläufigen Landschaft auf der Seelbacher Höhe sein Rückzugsgebiet „zum höchstselbigen Genuß“. Auf der großen Ebene zwischen Seelbach, Biesingen und Aßweiler gestaltete er die aus mehreren Gebäuden bestehende Schlossanlage „Bagatelle“. Das Ensemble bestand aus dem Schlösschen Bagatelle, dem Landhaus Schönbornlust – beide mit luxuriöser Innenausstattung –, Komödienhaus, Gesindehäusern und Menagerie.

Die Hochebene wurde dem damaligen Zeitgeist entsprechend zu einer Parklandschaft im englischen Stil umgeformt. In der Landschaft setzten Staffage-Bauten schmückende Akzente: Tempel, Pyramiden, chinesische Pavillons. Abseits der Schlossgebäude entstand ein landwirtschaftliches Mustergut, der Schweizer Hof. Natürliche Landschaft und Gegebenheiten wurden so gekonnt mit ökologischem Nutzen (Schweizerei) als auch Ästhetik (Schlossanlage und Parkstaffagen) verbunden. Im Jahr 1793 wurde die Anlage von den französischen Revolutionstruppen komplett zerstört.