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Neubewertung für die Schule in Altheim

Steigende Schülerzahlen : Neubewertung für die Schule in Altheim steht an

Die Schülerzahlen steigen. Demnächst sollen bis zu sechs Klassen in Altheim unterrichtet werden.

„Wer hätte das gedacht?“ Unter dieser Überschrift teilt die Stadtverwaltung Blieskastel einen neuen Trend hinsichtlich der schulischen Bildung mit. Noch im Jahr 2008, so heißt es aus dem Rathaus, habe die damalige Bürgermeisterin den Dependance-Schulstandort Altheim wegen rückläufiger Schülerzahlen aufgeben wollen. Nur dem Protest empörter Eltern, die sich ohne Vorinformation von der Politik überrumpelt fühlten, sei es zu verdanken gewesen, dass eine Schließung des Standortes damals im Stadtrat keine Mehrheit gefunden habe. 2010 dann die Kehrtwende: Das Schulgebäude in Altheim sei innen und außen aufwändig saniert worden und dies obwohl die Schulaufsichtsbehörde schon damals deutliche Bedenken bezüglich der Weiterführung des Schulstandortes Altheim geäußert habe. „Grund war die Schwierigkeit, den Schulbetrieb mit nur zwei Klassen in Altheim aufrechtzuerhalten, da im Falle der Erkrankung auch nur eines Lehrers der Schulbetrieb nicht mehr gewährleistet werden könne.“ Wegen des Fortbestehens der Ablehnung der Schulaufsichtsbehörde, wurde aber – obwohl die Hälfte der Schüler aus Blieskasteler Stadtteilen stammten – die Beschulung und auch die Nachmittagsbetreuung am Hauptstandort in Medelsheim etabliert. Um einen unerwünschten Leerstand zu vermeiden, habe Blieskastel der Ortsvorsteherin und der Dorfgemeinschaft in Altheim die zwischenzeitliche Nutzung der Räume erlaubt.

Steigende Geburtenzahlen würden nun aber eine Neubewertung erforderlich machen. Bürgermeister Bernd Hertzler und der für die Blieskasteler Grundschulen zuständige Beigeordnete Guido Freidinger, so heißt es weiter, hätten sich deshalb bereits im Februar vor Ort in Medelsheim durch den Gersheimer Bürgermeister Michael Clivot, der hier Schulträger ist, über die geplante zukünftige Entwicklung des Schulstandortes unterrichten lassen. Nach dessen Information werde spätestens zum Schuljahr 21/22 die Schülerzahl erneut zunehmen und der Standort voraussichtlich – zumindest vorübergehend auf sechs Klassen anwachsen. Die Gemeinde Gersheim prüfe daher verschiedene Möglichkeiten, den zusätzlichen Platzbedarf mittel- und langfristig sicherstellen zu können. Darüber sollen auch Gespräche mit dem Land geführt werden. In einem erst kürzlich geführten weiteren Abstimmungsgespräch zwischen den beiden Kooperationsgemeinden sei daher in Erwägung gezogen worden, zumindest vorübergehend das Schulgebäude in Altheim zur Unterbringung von zwei Nachmittagsbetreuungs-Gruppen zu nutzen.