Voll gelungen: Die Kirmes in Böckweiler : Auf diese Straußjugend ist man stolz im Dorf

Mit vereinten Kräften und großem Engagement haben die Mädels und Jungs in Böckweiler die Kirmes gestemmt.

(red) Toller Einstand der Straußjugend in die Kerwetradition ihres kleinen Heimatdorfes Böckweiler. Schon ist sie vorüber, die Gaudi, und der Ort kehrt wieder in sein beschauliches Dasein zurück. Die Straußjugend ist wieder im Alltag von Schule, Ausbildung und Beruf angekommen, doch die Nachwirkungen der tollen Kerwetage stecken noch in der jungen Gruppe drin mit vielen Bildern und Erlebnissen. Da war das Haupt-Event am Samstagabend mit der Partyband „Impact“ – eine ausverkaufte Veranstaltung mit toller Stimmung und überwiegend jugendlichen Besuchern. Aber auch die anwesenden Oldies konnten die Fete durchaus genießen, da die Lautstärke der Musik gut auf die Halle abgestimmt war. Ein Kompliment dafür geht an die Bandtechnik.

Die Straußmäde und -buwe hielten sich prima und ließen immer wieder die Beckwiller Kerb hochleben, dabei lautstark unterstützt von den Kerwefans aus den umliegenden Orten und auch darüber hinaus.

Tags darauf stand als Höhepunkt die traditionelle Kerweredd auf dem Programm der Straußjugend – für sie alle eine Premiere. „Ob se de Leit aa gefalld?“ – mit dieser Frage beschäftigte sich der Nachwuchs im Vorfeld. Nun, wer wagt, der gewinnt, so auch in diesem Fall: Während die Jungs und Mädels noch auf Werbetour im Dorf unterwegs waren, kam ein Großteil der Bewohner und auch Kerwebesuch von außerhalb schon zum Dorfgemein-schaftshaus und stand dann dicht gedrängt bis vor die Eingangstreppe, um ja nichts zu verpassen.

Pünktlich nahm die aktive Jugend ihre Plätze auf den Stufen ein. Und nach lautstarker Einstimmung ging es los mit den Berichten aus dem Dorfgeschehen im aktuellen Jahresablauf und auch einiges aus früheren Zeiten. Sebastian und Nico meisterten ihr Debüt als Kerweredner mit Bravour. Locker und gekonnt wie alte Hasen berichteten sie von den in originellen Reimen notierten Taten: mal lustig oder ironisch , manchmal auch auch deftig und etwas derb, so wie es auf dem Land zum Brauchtum gehört. Die große Zuhörerschar hatte ihre helle Freude daran, es gab immer wieder spontanen Beifall und viel Gelächter. Die Gesänge der Straußjugend werden sicher in den kommenden Jahren noch kräftiger, waren aber immerhin schon hörbar.

Um aus den zahlreichen Themen nur einige zu nennen: einmal die Tücken beim Ausbau des Internets im Dorf. Die als spontaner Treff fehlende Kneipe. Die schlaue Lösung der Vorstandsfrage beim TV. Die Folgen der Hydranten-Kontrolle für einen Feuerwehrmann, „der nimmie deheem die Kellertrepp hoch komm is“. Und: Wie die große blaue Luther-Figur „im Kerchgaade de Kopp verlor hat, geschildert mit viel Insiderwissen. Dann ging es auch noch ums nächtliche Schwimmtraining im Dorfweiher und vieles andere mehr. Zwischendrin taufte man auch noch den bunt geschmückten Kerwebaam – auf den Namen Konrad. Unter großem Applaus klang die gelungene Kerweredd 2019 aus, und fast alle Leute strömten in die Halle, wo Kaffee und Kuchen schon warteten. In guter Stimmung wurde lange weiter gefeiert und bald darauf wartete schon der Kerwemontag mit Frühschoppen und Skatrunden. Zur Mittagszeit war die Halle wieder sehr gut besetzt, Leberknödel und Schnitzel fanden reißenden Absatz. Danach zog die Straußjugend nach alter Tradition durchs Dorf und sammelte Ständchen singend Geld für ihre Kasse. Dabei gab es an vielen Häusern großes Lob für die junge Truppe. Ihr Durchhaltevermögen jedenfalls war erstaunlich, alle waren bis zum Ausklang am späteren Abend noch prima in Stimmung.

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