Nachbarschaftshilfe ist ihm wichtig

Er will eine Verbesserung der Beweglichkeit behinderter Menschen erreichen: Wolfgang Giffel (63) ist seitkurzem Behindertenbeauftragter der Stadt Blieskastel. Und hat sich viel vorgenommen in diesem Amt.

Seit einigen Wochen ist Wolfgang Giffel Behindertenbeauftragter der Stadt Blieskastel und damit Nachfolger von Meta Lermann. Gefragt ist das Beratungs- und Informationsangebot, primäre Ziele hat Giffel bereits ausgemacht, so etwa die Nachbarschaftshilfe . Im Haus des Bürgers teilt sich Wolfgang Giffel mit dem Seniorenbeauftragten Heinz Schöndorf das Büro. "Das trifft sich gut, denn es gibt zwischen uns viele Schnittpunkte und Themen, die auch meine Arbeit betreffen", hat der 63-Jährige festgestellt.

"In erster Linie will ich eine Verbesserung der Mobilität und Beweglichkeit behinderter Mitbürger durch bauliche Maßnahmen innerhalb der Stadt und in öffentlichen Gebäuden erreichen. Ebenso gilt der Verkehrsplanung und Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs, etwa mit dem behindertengerechten Einstieg in Busse, mein Augenmerk. Daneben sollen Behinderte mehr in den Alltag integriert werden, sowohl im kulturellen, sportlichen und freizeitlichen Bereich wie auch in Beruf und Gesellschaft. Ein gutes Beratungs- und Informationsangebot im Stadtgebiet gehört zu meiner Arbeit."

Einiges an Erfahrung

Wolfgang Giffel bringt einiges an Erfahrung mit. Der gelernte Einzelhandelskaufmann ist seit 2008 Vorsitzender des Biosphärenvereins Bliesgau und aktives Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Blieskastel , er ist Patientenfürsprecher der Geriatrischen Reha-Klinik im Kreiskrankenhaus (KKH) St. Ingbert und engagiert sich ehrenamtlich im Betreuungsverein des DRK St. Ingbert. "Über viele Jahre betreue ich einen Schwerstpflegefall, wobei mir die Erlebnisse in Pflege, Umgang und Betreuung zu Gute kommen. Zu Betroffenen in gerichtlichen Betreuungsfällen habe ich ein persönliches Verhältnis aufgebaut." Als Patientenfürsprecher im KKH arbeitet Giffel zudem im Qualitätsmanagement mit, hilft, dies zu verbessern, und vertritt die Rechte der Patienten in der neuen geriatrischen Klinik für Altersmedizin. "Mit dem Seniorenbeauftragten und dem Seniorenbeirat in Blieskastel gibt es da ähnliche Themenfelder, eine enge Zusammenarbeit und regen Austausch. In der Arbeit des Seniorenbeirates um Arno Högel wurde ich auch gefragt, ob ich die Arbeit von Meta Lermann, die das Amt aus familiären Gründen abgab, übernehmen möchte." Nach den ersten Wochen bereue Wolfgang Giffel diesen Schritt nicht, er zieht im Gespräch mit unserer Zeitung ein erstes Fazit.

Beratung ist gefragt

"Die Beratung und Hilfe bei Behördenangelegenheiten in rechtlichen Fragen ist gefragt und gehört dazu, weiter Anträge auf den Schwerbehindertenausweis, Zuschussanträge sowie Information und Vermittlung von Fortbildung für Angehörige der Betroffenen. Gut ist die Vernetzung zur Stadtverwaltung, den Behörden und zum Pflegestützpunkt im Kreis, die Verbindung zu den drei Seniorenheimen in der Stadt, der Lebenshilfe und dem Edith- Stein-Haus", erklärt der Bierbacher , der mit dem Ausbau von Nachbarschaftshilfe in den kleineren Stadtteilen einen Schwerpunkt setzen möchte.

blieskastel.de

Zum Thema:

Zur Person Wolfgang Giffel, 63, verheiratet mit Frau Dorothea, drei Kinder, Hobbys Wanderwart im TV Bierbach und Mitglied im Fanfarenzug der Feuerwehr Bierbach. Sprechstunden als Behindertenbeauftragter: Haus des Bürgers, Luitpoldplatz, jeden ersten Dienstag im Monat ab 15 Uhr, in Altheim im Bickenalb-Center jeden ersten Donnerstag im Monat ab 16 Uhr. Weitere Infos: Wolfgang Giffel, Telefon (0 68 42) 961 00 09 und (0163) 630 94 00. hh