Mit zwei Mann in der Biosphäre

Die Geschäftsführung des Biosphärenzweckverbandes ruht auf zwei erfahrenen Schultern: Gerhard Mörsch und Holger Zeck. Beide beschäftigen sich schon seit Jahren mit der Biosphärenregion, Mörsch beim Kreis, Zeck beim Land. Die Doppelspitze sei eine effiziente Lösung, sagte Landrat Gallo.

Bei der Geschäftsführung des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau wird es künftig eine Doppelspitze geben: Gerhard Mörsch und Holger Zeck. Beide kennen den Bliesgau und die Biosphärenlandschaft und müssen nicht "eingearbeitet" werden. Gerhard Mörsch ist seit Jahren als Umwelt-Dezernent für den Saarpfalz-Kreis tätig und auch Geschäftsführer des Zweckverbandes Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe.

Holger Zeck arbeitet beim Umwelt- und Verbraucherschutzministerium des Saarlandes und ist dort zuständig für Landschaftsplanung, Umweltbildung und damit auch für das Biosphärenreservat Bliesgau. Also auch er kein Neuling. Diese beiden Verantwortlichen für den Biosphärenzweckverband wurden vorigen Mittwoch in Homburg von der Verbandsversammlung gewählt. Ihre Wahl war notwendig geworden, weil der bisherige Geschäftsführer, Walter Kemkes, überraschend gekündigt und eine neue Aufgabe im Biosphärengebiet Südschwarzwald gefunden hatte. Diese Entscheidung war erst im Mai bekannt geworden, Kemkes hatte seinen letzten Arbeitstag im Saarland am 8. Juni. Danach hatte Pia Schramm, Stellvertreterin des Geschäftsführers, die kommissarische Leitung des Zweckverbandes übernommen.

Für Landrat Theophil Gallo , der auch Verbandsvorsteher ist, stellt die Doppelspitze "die effektivste Lösung" dar, zumal Mörsch und Zeck "ausgewiesene Fachleute sind, die hundertprozentig im Metier drin sind." Beide behalten ihre derzeitigen Posten und erledigen die Arbeit als Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit an zweieinhalb Tagen in der Woche.

Mörsch wird dienstags und freitags, Zeck montags und donnerstags im Blieskasteler Büro sein, mittwochs sind beide anwesend. "Wir teilen uns die Schwerpunkte unserer Arbeit", erklärte Gerhard Mörsch: "Ich werde mich vorwiegend um den Naturschutz und um die Vermarktung der Bliesgau-Produkte kümmern, Holger Zeck um touristische Aspekte, um Öffentlichkeitsarbeit und um den Kontakt zum Dachverband der Unesco-Biosphärenkommission."

Mörsch betonte, dass er sich auf die neue Aufgabe freue und den Kontakt zu allen beteiligten Kommunen und den Bürgern verstärken möchte: "Die Leute, die im Biosphärenreservat wohnen, sollen sagen: es ist gut, dass wir diese Anerkennung haben." Ob sich die Doppelspitze auf Dauer bewährt, wird sich noch zeigen.

Denn wie Landrat Gallo betonte, sei diese Lösung nicht in Stein gemeißelt, "aber sie gibt uns Gelegenheit, in Ruhe zu überlegen, wie wir weitermachen wollen. Wir werden sehen, wie es funktioniert." Die Entscheidung der Verbandsversammlung habe auch ganz praktische Hintergründe gehabt: "Wir haben uns das zeitaufwändige Ausschreibungs-Verfahren gespart, zumal der Geschäftsführer-Posten nicht ewig vakant sein sollte." Und da zwei Fachleute direkt zur Verfügung standen, war die Entscheidung schnell gefallen.