Mit Feuereifer gegen Hallenbrand

14 Jugendfeuerwehren gibt es in Blieskastel: Sie trafen sich zur Jahresübung in Niederwürzbach, um den gestellten Brand der alten Würzbachhalle zu löschen. Die Zahl der jugendlichen Wehrmitglieder steigt.

Viele Zuschauer warteten gespannt, aber dann kam das laute Signalgeheule der vielen Feuerwehrautos doch ein bisschen überraschend: Kurz nach 14 Uhr fuhren sie mit Blaulicht und den lauten Signalhörnern in die Würzbachhallenstraße ein. Alle Jugendwehren aus den Löschbezirken der Stadt Blieskastel hatten sich zur Jahresübung in Niederwürzbach eingefunden, um gemeinsam so etwas wie einen Ernstfall zu üben. Und Niederwürzbach war deshalb ausgewählt worden, weil die dortige Jugendfeuerwehr auf 50-jähriges Bestehen zurückschauen kann.

Die Stadt Blieskastel verfügt derzeit über insgesamt 15 Löschbezirke, in immerhin 14 Löschbezirken gibt es auch eine Jugendfeuerwehr. "Es ist nicht einfach, die Konkurrenz ist sehr groß", stellt auch Andreas Schiweck fest. Er ist der Jugendfeuerwehrwart der Blieskasteler Wehren. Andere Vereine und Aktivitäten, vor allem der Fußball, seien "Konkurrenten" der Jugendfeuerwehren .

Dabei drehten sich die Aktivitäten bei den angehenden Feuerwehrmännern und -frauen nicht nur um die Feuerwehr und das Löschen: "Wir bieten auch andere, vielfältige Freizeitaktivitäten an", unterstrich Schiweck. Aber der Jugendwart hatte dennoch gute Nachrichten: Die Tendenz bei den Jugendwehren im Stadtgebiet sei durchaus wieder steigend. In diesem Jahr nehme man wieder etliche Mitglieder in die aktive Wehr auf: "Und das ist ja das Ziel auch der Jugendwehren, die Interessierten dann später in die aktive Wehr aufzunehmen".

Und wer die jugendlichen Feuerwehranfänger beobachtete, der konnte feststellen, dass alle mit dem sprichwörtlichem Feuereifer bei der Sache waren. Angenommen hatte man einen "Vollbrand" der alten Würzbachhalle. Ein Ziel war die Brandbekämpfung, sogar die Drehleiter war im Einsatz. Ein weiterer Schwierigkeitsgrad bei der Brandbekämpfung: Vom 600 Meter entfernten Würzbacher Weiher musste eine lange Schlauchleitung verlegt werden.

"Wasserförderung aus einem offenen Gewässer mit zwei Pumpen", wie man das fachmännisch erklärte. Für den Beobachter war das eine nicht alltägliche, spannende Sache; für die jungen Feuerwehrleute eine ernst zu nehmende Übung. Und die wurde - zumindest aus der Sicht der zuschauenden Laien - mit Bravour gemeistert. Interessierte Beobachter am Rande zudem: Niederwürzbachs Ortsvorsteherin Petra Linz und der Erste Stadt-Beigeordnete Georg Wilhelm. Ganz interessiert schaute auch - selbstverständlich in Uniform - Walter Holländer zu: Er ist Ehrenwehrführer der Stadt Blieskastel und im kommenden Jahr tatsächlich 70 Jahre bei der Feuerwehr.

Schmankerl am Rande: Öfters hörte man Aussagen von Würzbachern, es wäre ja ein Segen, wenn die alte Halle tatsächlich abbrennen würde. Denn die Ruine der alten Würzbachhalle ist wahrlich kein Schmuckstück in dieser Straße.