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Mit einer Nebelmaschine wurde ein Kellerbrand simuliert

Mit einer Nebelmaschine wurde ein Kellerbrand simuliert

Das leer stehende Pfarrhaus der Pfarrei St. Josef in Ballweiler diente als Kulisse für eine Gemeinschaftsübung der Feuerwehr. 25 Wehrleute aus Blickweiler, Wolfersheim und Ballweiler-Wecklingen übten den Ernstfall.

Im Blieskasteler Stadtteil Ballweiler fand jetzt eine Gemeinschaftsübung mit den Löschbezirken Blickweiler, Wolfersheim und Ballweiler-Wecklingen statt. Als Übungsobjekt stand den 25 Feuerwehrfrauen und -männern das leer stehende Pfarrhaus der ehemaligen Pfarrei St. Josef in Ballweiler zur Verfügung. Übungsannahme war ein Kellerbrand, der durch Schweiß- und Trennarbeiten am Heizungssystem verursacht wurde. Hierbei wurden drei Arbeiter verletzt, die im Laufe der Übung unter schwerem Atemschutz aus dem stark verrauchten Keller gerettet werden mussten. Mit Diskonebel aus einer Nebelmaschine wurde der Kellerbrand an Dramatik für die Einsatzkräfte so realistisch als möglich gestaltet.

"Man sah seine eigene Hand nicht mehr vor den Augen", so einer der Feuerwehrmänner unter Atemschutz nach der Übung. Der Keller des Pfarrhauses wurde mit Disconebel so verqualmt, dass die Kameraden unter Nullsicht arbeiten mussten, was auch bei einem Brandeinsatz der Realität entspricht. Die vermissten Arbeiter wurden hier durch drei Übungspuppen dargestellt, die je ein Gewicht von 50, 70 und 90 Kilogramm hatten. Im weiteren Übungsverlauf wurden dann über eine 8,40 Meter lange Steckleiter der Einsatzkräfte drei weitere Personen aus dem ersten Obergeschoss gerettet. Durch den simulierten Kellerbrand und dem offenen Treppenraum war es den drei Personen nicht mehr möglich gewesen, das Haus rechtzeitig zu verlassen.

Auch dieser Aufgabenteil wurde durch die beteiligten Wehrfrauen und Männer ohne Probleme bewältigt. Bei dieser Übung kam es nicht auf die Schnelligkeit der Rettung an, sondern auf das ordnungsgemäße und richtige Sichern der zu retten Personen bei dem Aussteigen aus dem Fenster, wie Wehrsprecher Marco Nehlig weiter mitteilt. Der Löschbezirk Ballweiler-Wecklingen bedankte sich bei der Gemeinde St. Josef Ballweiler, die der Feuerwehr die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Ebenso galte ein besonderer Dank den Statisten, ohne die ein Teil der Übung nicht hätte durchgeführt werden können, heißt es abschließend.