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Mit dem Opel durch den Saarpfalz-Kreis

Oldtimerrallye : Alte Schmuckstücke begeisterten Autofans

Die Fans von Opel-Oldtimern waren zwei Tage im gesamten Saarpfalz-Kreis unterwegs, unter anderem im Bliestal.

Viele Fans alter Automobile waren gekommen. Am Samstag bot sich den Anhängern von Opel-Oldtimern die Gelegenheit, zum Beispiel in Bexbach 30 bestens gepflegte Schmuckstücke bewundern zu dürfen. Bereits um 9.30 Uhr herrschte am Hotel Hochwiesmühle, wo die Opel-Freunde aus ganz Deutschland und aus Österreich – die Alt-Opel-Interessengemeinschaft – übernachteten, reger Besucherandrang. Und eine halbe Stunde später standen dann die Oldtimer in Reih und Glied auf dem Parkplatz am Blumengarten.

„Bei diesem Anblick geht mir das Herz auf. Ich bin selbst seit jeher ein begeisterter Opel-Fan. Als ich davon hörte, dass heute hier in Bexbach so viele tolle Autos sind, habe ich die Chance ergriffen“, erzählte Klaus Müller. Der 58-Jährige hatte von Kaiserslautern aus den Blumengarten angesteuert.

Organisator dieser illustren Zusammenkunft war Ottmar Rosinus. Der 71-Jährige wohnt im Homburger Stadtteil Reiskirchen. „Ich gehöre der Typgruppe der Autos hier an – also Rekord C und Commodore A. Ich betreue auch den regionalen Stammtisch Saarpfalz. Wir treffen uns von März bis November einmal pro Monat im Homburger Schießhaus. Es geht immer am ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr los“, berichtete er. Rosinus arbeitete früher in einer Homburger Opel-Werkstatt. Sogar aus Wien waren am Wochenende die Opel-Freunde ins Saarland angereist. Die interne Verbindung untereinander wird über das Internet hergestellt. Vor Ort waren insgesamt 55 Oldtimer-Begeisterte. Beim Rekord fanden sich fast sämtliche Modelle zusammen. „Wir treffen uns jetzt gleich im Hindenburgturm zu einer Führung und freuen uns dann auf ein Bergmannsfrühstück. Anschließend geht es weiter zum Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim und nach Blieskastel. Und morgen gibt es noch eine weitere kleine Ausfahrt hier in der Region“, skizzierte Rosinus das komplette Programm. Seine Rekord C Limousine aus dem Jahr 1971 trägt noch das Original-Nummernschild von Homburg. Sämtliche Arbeiten am Auto werden von Rosinus selbst erledigt. Er freute sich am Samstag über den deutlichen Temperaturrückgang gegenüber freitags, was die ganze Angelegenheit etwas erträglicher gestaltete.

Teilnehmerin Karen Schäffer war relativ weit aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover angereist. „Unsere Familienkutsche Opel Olympia Rekord C ist seit ihrem Bau – also 1966 – ständig in unserem Besitz. Früher wurde zwischen die Rückbank und den Vordersitz ein Schaumstoffpolster gepackt. Dort haben wir Kinder bei Fahrten die Nacht hindurch gelegen und geschlafen. Damals gab es noch keine Anschnallgurte. Das Auto ist noch im Originalzustand und hat eine Lenkradschaltung mit nur drei Gängen“, berichtete Schäffer. Sie fuhr den Oldtimer am Wochenende das erste Mal seit zwei Jahren wieder. „Wir sind am Freitag nach zwei Tagen Fahrt über Land hier im Saarland angekommen. Jetzt freue ich mich darauf, bei den Rundfahrten mehr vom Saarland zu sehen“, meinte die Niedersächsin.

 Der Organisator der Opel-Rallye durch den Saarpfalz-Kreis, Ottmar Rosinus, und seine Rekord C Limousine aus dem Jahr 1971.
Der Organisator der Opel-Rallye durch den Saarpfalz-Kreis, Ottmar Rosinus, und seine Rekord C Limousine aus dem Jahr 1971. Foto: Stefan Holzhauser
 Bernd Hagedorn steht neben einem stattlichen Opel-Cabriolet Commodore GS aus dem Jahr 1968.
Bernd Hagedorn steht neben einem stattlichen Opel-Cabriolet Commodore GS aus dem Jahr 1968. Foto: Stefan Holzhauser

Die Cabriolets waren am Samstag deutlich in der Minderheit. Einen davon fuhr Bernd Hagedorn aus Nordrhein-Westfalen. Der 61-Jährige liebt alte Opel-Autos. Er stand vor einem Fahrzeug seines guten Freundes Martin Heuer. „Martin fährt heute das Auto eines Freundes. Da das andere Auto etwas Schwierigkeiten bereitet, darf ich nun sein Cabriolet fahren – dieser Opel Commodere GS ist natürlich sehr schön. Er stammt aus dem Jahr 1968. Es ist voll restauriert. Es gibt nicht mehr so viele davon“, sagte Hagedorn und ergänzte: „Das Fahrzeug ist dauerhaft zugelassen und wird auch bei schönem Wetter gefahren. Wir haben ja mit dieser Baugruppe mehrere Treffen im Jahr und kommen dadurch sehr viel in Deutschland herum. Wir sprechen hier von einem Wert von deutlich jenseits von 35 000 Euro. Es hat 130 PS und einen 2,5 Liter-Sechs-Zylinder-Original-Reihenmotor.“