Messerattacke in Blieskastel mit Todesopfer und Schwerverletztem

Beziehungsdrama in Blieskastel : 35-Jähriger bei Messerattacke getötet, ein weiterer schwer verletzt

Ein 35-jähriger Mann ist bei einem Streit in Blieskastel durch Messerstiche getötet worden. Ein Beziehungsstreit war der Auslöser für die Tat.

In der Saargemünderstraße in Blieskastel ist am Donnerstagabend gegen 22 Uhr ein Beziehungsstreit zwischen einem 31-jährigen Mann und dessen Ex-Freundin ausgebrochen, in deren Verlauf ein Mann zu Tode kam. Die Beiden waren zu Besuch bei gemeinsamen Bekannten und haben sich im Treppenhaus eine verbale Auseinandersetzung geliefert. Dort sind die beiden Brüder der Frau, ein 35 und ein 21 Jahre alter Mann, dazu gestoßen - der Streit eskalierte. Bei allen Beteiligten handelt es sich um Deutsche.

Die zunächst verbal geführte Auseinandersetzung wurde schnell „sehr handgreiflich“, wie Polizeisprecher Stephan Laßotta auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung sagt. Im Verlauf der Schlägerei zückte der 31-Jährige schließlich ein Messer und stach auf den älteren der beiden Brüder ein. Dabei habe er dem 35-Jährigen eine tödliche Stichwunde zugefügt. Die Verletzung im Brustbereich des Opfers führte schließlich zum Tod. Woher die Waffe stammt, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. „Die mutmaßliche Tatwaffe haben wir sichergestellt. Sie wird derzeit auf Spuren untersucht“, sagt Laßotta.

Nach dem tödlichen Stich setzte sich der Kampf zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem 21-jährigen Mann auf der Straße fort. Die beiden Kontrahenten brachten sich gegenseitig verschiedene Verletzungen bei. Ob auch hier ein Messer zum Einsatz kam, ist derzeit noch nicht klar. „Die Gerichtsmediziner haben auch die Verletzungen dieser beiden Männer untersucht, allerdings gibt es derzeit noch kein endgültiges Ergebnis. Es ist fraglich, ob die Wunden von derselben Tatwaffe stammen“, sagt Laßotta. Der Tatverdächtige sei in ein Krankenhaus eingeliefert und inzwischen operiert worden. Lebensgefahr bestehe aber nicht.

Ein Anwohner, dessen Haus unmittelbar neben dem Tatort liegt, sagt zur Saarbrücker Zeitung, er habe das Eintreffen der ersten Rettungswagen und der Polizei miterlebt, als er von einem Spaziergang mit seiner Frau zurückkam. „Unsere Untermieterin stand schon in der offenen Haustür und war sehr aufgeregt“, sagt der Anwohner. „In ihrer Küche saß nämlich ein verletzter Mann. Den haben wir gemeinsam versorgt, bis sich der Rettungswagen um ihn kümmern konnte.“ Der Mann - der mutmaßliche Täter, wie der Anwohner später erfuhr - habe Verletzungen an der Hand, im Gesicht und am Ohr gehabt. „Überall war Blut“, sagt er. „Das war schon schlimm für mich und meine Frau, wir sind fix und fertig.“ Die Untermieterin wurde von der Polizei zum Verhör auf die Wache nach Homburg mitgenommen. Dort habe sie ihre Aussage gemacht.

Am Tatort haben Angehörige in der Zwischenzeit eine Gedenkstätte eingerichtet. „Die Menschen legen dort Blumen, Zigaretten und Wodkaflaschen nieder. Das ist schon kurios“, sagt der Anwohner.

Die Polizei hofft indes auf weitere Zeugenaussagen, um die Geschehnisse in der Saargemünderstraße weiter beleuchten zu können. „Da die Auseinandersetzung zu recht früher Stunde und auf offener Straße stattgefunden hat, hoffen wir, dass Passanten etwas gesehen haben, was zur Klärung der Ereignisse beiträgt“, sagt Laßotta. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob Haftgründe gegen den mutmaßlichen Täter vorliegen.

Etwaige Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst in Saarbrücken unter der Telefonnummer 0681 962 21 33 zu melden.

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