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Markt für Blumen und Garten in Blieskastel

Gartenliebhaber in Blieskastel : Vom Apfelsaft bis zur Zitrusstaude

Der Blieskasteler Garten- und Blumenmarkt lockte trotz mäßigen Wetters viele Besucher an.

„Lust auf Garten“ ist alljährlich das Motto des Blieskasteler Garten- und Blumenmarktes im Frühjahr. Aber bei dem Wetter am Sonntag? Da hatten doch sicherlich viele Leute eher Lust auf die Couch? Weit gefehlt, denn schon kurz nach Beginn des Marktes, der sich fast über die gesamte Blieskasteler Altstadt erstreckte, kamen sehr viele Gäste in die Blieskasteler Innenstadt. Vielleicht hatte gerade das Schmuddelwetter erst so richtig Lust auf Garten geweckt, denn auch gewappnet mit Regenkleidung oder -schirmen war der Markt an diesem Sonntag erneut der Renner.

Von A wie Apfelsaft bis Z wie Zitrusstauden konnte der Gartenliebhaber alles rund um den Garten und darüber hinaus auf dem Gartenmarkt finden. „Es ist wirklich ein toller Markt“, befand dann auch Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener. „Schon lange vor der Eröffnung waren viele Gäste da“, hatte die Blieskasteler Verwaltungschefin feststellen können. Der Markt sei was ganz Besonderes, viele Käufer hätten sozusagen schon ihre Stammhändler, bei denen sie sich beim Garten- und Blumenmarkt mit Pflanzen und Gartenutensilien eindeckten konnten: „Und hier bekommt man ganz viele Dinge, die man sonst nicht in einem Baumarkt findet“, zeigte sich die Bürgermeisterin überzeugt.

Aber nicht nur Blumenzwiebeln, Pflanzen, Stauden oder Setzlinge konnte man auf dem Markt erstehen, auch die „Endprodukte“ aus der Garten- oder landwirtschaftlichen Arbeit waren zu kaufen. Und hier konnte man durchaus auch noch Schnäppchen machen. Neben den Händlern präsentierte der Chef der Blieskasteler Forstbetriebe, Helmut Wolf, auch wieder die „essbare“ Stadt Blieskastel: „In diesem Jahr haben wir den Schwerpunkt auf Tomaten gelegt, nachdem im letzten Jahr die Grumbeere dran waren“, erläuterte der promovierte Forstmann. Und wie im letzten Jahr werden erneut wieder die Gastronomen mit ins Boot genommen, auch sie wollen sich der roten Frucht in ihrem kulinarischen Angebot verstärkt annehmen. Aber dass Tomaten nicht unbedingt rot sein müssen, das konnte man von Gärtnermeisterin Katrin Gödtel aus St. Ingbert erfahren. Und dabei handelt es sich etwa bei gelben oder weißen Sorten nicht um „neumodische“ Züchtungen, sondern im Gegenteil: Die Gärtnermeisterin hat ganz viele, verschiedene Tomatenpflanzen in ihrem Tomaten-Programm, die sozusagen schon ausgestorben sind: „Die darf man eigentlich nicht mehr züchten, weil sie als ausgestorben gelten“, weiß die Tomaten-Päpstin, wie sie Helmut Wolf halb scherzhaft, aber auch halb respektvoll bezeichnet.

„Heute geht alles nach Din-Norm, rot und rund müssen Tomaten heutzutage sein, alles mit Einheitsgeschmack“, kritisiert die Gärtnermeisterin. Katrin Gödtel hat sich der Tomaten-Vielfalt verschrieben, ihr Ziel ist es zudem, alte Sorten zu erhalten.

Über hundert Sorten hat sie deshalb in ihrem Programm, aber der Absatz ihrer Setzlinge war an diesem Sonntag hervorragend.