Ortsrat Blieskastel Der Luitpoldplatz soll umgestaltet werden

Blieskastel · Aus der Fläche soll ein Mehrgenerationen-Gelände werden. Auf jeden Fall sollen nach dem Willen des Blieskasteler Ortsrates schon bald Kinder dort spielen können.

Auf der Seite zum Anwesen Raumausstattung Leyboldt hin (im Hintergrund) soll auf dem Luitpoldplatz ein Kita-Spielplatz das Gelände um die Luitpold-Linde aufwerten. Die Parkplätze sollen verlegt werden.

Auf der Seite zum Anwesen Raumausstattung Leyboldt hin (im Hintergrund) soll auf dem Luitpoldplatz ein Kita-Spielplatz das Gelände um die Luitpold-Linde aufwerten. Die Parkplätze sollen verlegt werden.

Foto: Hans Hurth

In seiner Abschluss-Sitzung für dieses Jahr beschloss der Ortsrat Blieskastel-Mitte die Anschaffung eines öffentlichen Bücherschranks für den Stadtteil Lautzkirchen. „Die Kosten dafür betragen nach einem ersten Angebot 2300 Euro“, informierte Ortsvorsteher Jürgen Trautmann (CDU). Der Rat beauftragte die Verwaltung, zwei weitere Angebote einzuholen. Die Aufstellung des Bücherschranks soll in der Ortsmitte des Kurortes nahe der Kirche erfolgen. Für die von Anna Uhl (Grüne) im Januar 2021 angeregte Tempo-30-Zone in Lautzkirchen soll im kommenden Frühjahr ein Ortstermin mit den beteiligten Stellen erfolgen. Birgit Fromm (SPD) wünscht zur Verbesserung der Verkehrssituation im Ziegelhütterweg Richtung Gollenstein ein einseitiges Parken. Angeregt wurde weiterhin, in der Altstadt Mutter/Kind-Parkplätze einzurichten. „Diese gibt es bisher im Innenstadtbereich nicht. Anbieten würde sich der Platz vor dem Bürgerhaus“, hielten Jutta Schmitt-Lang (CDU) und Birgit Fromm fest. Auch müsste das Parken direkt an den Platanen auf dem Paradeplatz zu deren Schutz während des Donnerstag-Marktes verboten werden.

Ausgiebig diskutierte das kommunale Gremium die Umgestaltung des Luitpoldplatzes zum Mehrgenerationenplatz. Das ist ein Projekt, das die CDU-Ortsratsfraktion bereits im Jahre 2016 angeregt hatte, einstimmig war damals die Zustimmung. „Im Rahmen eines Studierenden-Projektes der Universität Kaiserslautern hatten wir 2016 gemeinsam mit vielen Bürgern spannende Ideen für unsere Altstadt gesammelt“, blickte Jürgen Trautmann zurück und erwähnte die damaligen Sofortmaßnahmen zur Rettung der beiden Luitpoldplatz-Linden. Ziel sollte die familienfreundliche Gesamtgestaltung des Luitpoldplatzes nach Abschluss der Altstadt-Umgehung sein. „Die Seite zum Leyboldt-Raumausstellungs-Anwesen hin soll zur Herrichtung eines Kita-Spielplatzes genutzt werden. Es fallen dadurch zwar sieben Parkplätze weg, doch diese können zum Gelände Haus des Bürgers und gegenüber verlagert werden“, erklärte Jutta Schmitt-Lang für die CDU-Fraktion. Geld für diese Umgestaltung sei im kommenden Haushalt eingestellt. „Wenn wir im Ortsrat unseren Anteil beitragen, kann im Jahr 2023 der erste Bauabschnitt angegangen werden“, zeigte sich Jürgen Trautmann optimistisch für die Herzensangelegenheit des gesamten Ortsrates Mitte. Gestaltungsideen aus der Bevölkerung würden gerne aufgegriffen. „Auch private Familien würden sich an einer Herstellung für bestimmte Zielgruppen beteiligen“, informierte der stellvertretende Ortsvorsteher Martin Dauber (Grüne).

Exakt 131 Jahre ist jetzt die Luitpold-Linde auf dem Platz alt, die gegenüberliegende Kaiserlinde hat ein Jahr weniger auf den Wurzeln. Stadtarchivar Kurt Legrum hat die städtische Bekanntmachung vom 28. März 1892 für unsere Zeitung herausgesucht, dort heißt es: „Gegenüber dem neubenannten Luitpoldplatz, den die Luitpold-Linde vom 12. Märt 1891 ziert, ließ der hiesige Verschönerungsverein auf dem freien Platz eine weitere Linde setzen, die den Namen Kaiser-Linde führen soll. Dem Bergmann Johann Post und dem Maler und Tüncher Roppenecker, die das Setzen der Linde unentgeltlich besorgten, sei Dank ausgesprochen.“ Im Jahre 1998 setzten sich der damalige Ortsvorsteher Heinz Greff und Alt-Bürgermeister Werner Moschel für die Wiederherstellung einer angemessenen Baumscheibe zur Sauerstoffzufuhr und Wurzelregenration der Linden ein.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort