Leserbriefe zum Thema Spielplatz

Für die Kinder hat sich wenig verbessert

Zu "Piraten bleiben noch ohne Schiff" vom 17./18. September:

Ein trauriges Bild, das sich allen Erstklässern und deren Eltern am ersten Schultag auf dem Schulhof der Lautzkircher Grundschule bot. Das einzige Spielgerät, das Piratenschiff : außer Betrieb, in schlechtem Zustand, abgeriegelt mit Absperr-Barrikaden. Auch wenn sich - mit dem Engagement vieler Personen - in den letzten Jahren das Bild des Schulhofes schon ein wenig verändert hat, so ist es doch sehr bedauerlich, dass sich jetzt faktisch auch für unser drittes Kind an dieser Grundschule keine bessere Möglichkeit zum Spielen in den Pausen bietet, als in den Jahren zuvor. Selbst mein Mann hat schon vor 35 Jahren auf dem gleichen, trostlosen Hof seine Pausen verbringen müssen! Schade, schade! Bleibt zu hoffen, dass sich wenigstens, wie vom Ortsvorstand angekündigt, in den kommenden Wochen etwas ändern wird. In den letzten 30 Jahren wurde nur wenig zugunsten der Kinder verbessert und das hatte sicherlich nicht immer etwas mit der Urlaubssituation des Bauamtes zu tun.

Serena Brabänder, Lautzkirchen

Tägliche Unfälle sind Belag geschuldet

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In der Berichterstattung über das Piratenschiff der Grundschule Lautzkirchen fehlen grundlegende Details. Weder die täglichen Schürfwunden, blutende Knie oder kaputte Hosen wurden erwähnt. Die Lehrer sind in den Pausen mehr mit Pflaster kleben beschäftigt als alles andere. Der seit Jahrzehnten unmögliche Asphalt-Bodenbelag, mit Furche in der Mitte und Rollsplitt, der sich immer wieder über den ganzen Schulhof verteilt, eigentlich gedacht als Fallschutz um das marode Piratenschiff , sorgen für die täglichen Unfälle. Ich als Vater habe es nun vier Jahre erlebt und nun wieder unverändert bei der zweiten Tochter. Das Schiff, das immer wieder gesperrt wird, weil es für eine solche Belastung von Kindern nicht ausgelegt ist, macht uns Eltern wütend. Es sind so viele Ideen zur Umgestaltung da, jedoch stößt man überall auf taube Ohren. In Lautzkirchen wird auf die Bedürfnisse der Kinder nicht eingegangen.

Mathias Daniel, Bierbach a.d. Blies

Piratenschiff wird TÜV nicht überleben

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2009 erbaut, ist das Piratenschiff "Waldpirat Bodo" nach nur sieben Jahren ein Fall für den Wertstoffhof. Jeder Besitzer eines Gartenzauns weiß, wie viel man in die Pflege von Holz investieren muss, die Stadtverwaltung offenbar nicht. Patient "Bodo" musste in den vergangenen Jahren schon öfter wegen morscher Bretter und herausstehenden Schrauben/Bolzen gesperrt werden. Nach Aussagen des Lehrpersonals schwankt Bodo beängstigend, wenn sich mehrere Kinder darauf befinden. Ich als Vater dreier Kinder möchte nicht abwarten bis ein Schüler darunter liegt, wenn das Spielgerät zusammenbricht. Einen Besuch des TÜVs würde Waldpirat Bodo wohl nicht überleben. Seit Jahren plant man einen kindgerechten Schulhof, was bleibt, sind abgeholzte Bäume, demontierte Tischtennisplatten, eine Schlagloch übersäte Asphaltfläche, Parkplätze und ein baufälliger Bodo. Für Kinder haben Ortsrat und Stadtverwaltung offenbar nichts übrig.

Steffen Welsch, Blieskastel