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Leserbrief zur Windkraft in Blieskastel

Leserbrief zur Windkraft in Blieskastel : Man kann es auch übertreiben

Windkraft in Blieskastel

 Ich lese seit den 90er Jahren täglich die SZ und schätze die Berichterstattung. Manche Meinungen teile ich nicht immer, aber man kann/muss auch nicht immer einer Meinung sein. Allerdings war ich doch sehr verwundert über den Kommentar von Michèle Hartmann über das Thema Windkraft. Hier ist es nicht schwer zu erraten, welche Meinung Frau Hartmann vertritt.

Ihre Aufgabe sollte es in Kommentaren aber nicht sein, polemisch Halbwahrheiten zu verbreiten. Dass es Atem und Schlaf raubt, ist noch das Geringste. Die Bürger seien alarmiert, verunsichert und teils richtig sauer, führt sie aus. Manche haben Angst ihre Heimat nicht mehr wiederzuerkennen. Wenn man das liest und wüsste nicht, um was es geht, könnte man meinen, wir leben im Krieg. Man kann es auch echt übertreiben. Das ist Bildzeitungsstil und daher kaufe/lese ich die Bildzeitung schon länger nicht mehr.

Die Medienlandschaft bildet oft nur die Meinungen der Bürgerinitiativen gegen Windkraft im Saarland ab. Das kann ich teilweise verstehen, so sind deren Vertreter sehr engagiert und stehen mit Nachdruck für Ihre Sache ein. So wird oft eine übertriebene Rhetorik verwendet.

Es gibt aber mit Sicherheit genauso viele (oder vielleicht mehr?) Menschen, die Windkraftenergie befürworten. Bei der Grundsatzdiskussion der Windenergie geht es oft nach dem Motto: „Windkraft ja, aber auf keinen Fall vor meiner Haustür“. Da fehlt mir der objektive Ansatz.

Und was mir weiterhin aufgefallen ist, war die „Drohung“ über den Bericht/die Meinung eines Forstexperten, der rot-grüne Pläne ins letzte Detail zerlegt. Ich war/bin gespannt. Beim Weiterblättern der gestrigen Ausgabe habe ich aber einen schönen Artikel über den Klimawandel und die Politik gelesen (C6). Vielleicht sollte Frau Hartmann sich diesen mal zu Gemüte führen, bevor sie den nächsten Artikel mit „180-Puls“ schreibt.

Heiß diskutiert wird zurzeit das Thema Windkraft in unserer Region. Und die dazugehörige Berichterstattung in unserer Zeitung. Foto: Norbert Schwarz