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Leserbrief zum Thema Politik Niederwürzbach

Leserbrief zum Thema Politik Niederwürzbach

Wähler-Wohlverhalten nicht käuflich


Wähler-Wohlverhalten nicht käuflich

Zu "Trotz Rückschlag will CDU weiter für Ort arbeiten", 27./28. Dezember, und "Heimat und Verkehrsverein droht schon im Januar das Ende", 2. Januar:

Der Aussage in der CDU-Generalversammlung "An unserer Arbeit hat es sicher nicht gelegen", stimme ich zu, denn es hat an der Arbeit der örtlichen SPD gelegen, dass die Wahlen im Mai so ausgegangen sind wie von Michael Wons beklagt. Seine Darstellung "In keinen Blieskasteler Stadtteil sei so viel Geld geflossen wie nach Niederwürzbach und das sei nicht vom Wähler honoriert worden", ist letztendlich eine Wählerverunglimpfung, spricht aber für die Würzbacher, die erkannt hatten, dass Bundes-, Landesmittel und kommunale Zuwendungen keine Partei-Wahlspenden sind. Es geht nicht, sich mit Geld Wähler-Wohlverhalten zu erkaufen. Zum Thema Heimat- und Verkehrsverein kolportierte Wons einfach Leonhardt Nieder, Gerd Lang und Manfred Schröter, wie in der SZ vom 2. Januar dargestellt, waren keine Ortsvorsteher. Die HVV-Satzung, die in Paragraf 8 das Kalenderjahr als Geschäftsjahr festlegt, wird durch eine Kommunalwahl nicht außer Kraft gesetzt. Wons sollte daher klar darstellen, warum er niederlegen will, anstatt die Ortsvorsteherin, ohne Mitgliedervotum, medial als neue Vorsitzende zu präsentieren. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet nach Paragraf 17 der Satzung einmal im Jahr, vorzugsweise im ersten Quartal statt. Bleibt offen, warum nicht im ersten Quartal 2014 (Kommunalwahl ???), war die Versammlung im vierten Quartal 2014 ordentlich oder außerordentlich und über welchen Zeitraum galt die Kassenprüfung und die Entlastung des Vorstandes? Es verwundert schon wenn Konservative eine Sozialdemokratin in Amt und Würde drängen. Nur ein Schelm, der Böses dabei denkt. Die bissige Bemerkung "Aber das ist mehr als Sprüche klopfen, das ist Arbeit" hätte sich besser mit einer internen CDU-Mitteilung erledigt. Ignoranz, Demagogie oder Uninformiertheit sind Eigenschaften, mit denen sich ein Abgeordneter nicht brüsten sollte.

Helmut Kröll, Blieskastel