Eine kleine Ergänzung zum Bliesgau-Buch : Lautzkirchen – jetzt „rehabilitiert“

Leserbeschwerde über ein kleines, fehlendes Kapitel im Bliesgau-Buch.

„Eine glühend heiße Liebeserklärung“: Das war die Überschrift zu einem reichlich bebilderten Bericht, der vor wenigen Tagen in unserer Zeitung das neue Buch mit dem Titel „Der Bliesgau: Natur – Menschen – Geschichte“ vorstellte. Peter Schuler aus Lautzkirchen hat sich das 240 Seiten umfassende Werk dann auch gekauft. Was ihm gleich auffiel: dass der Blieskasteler Stadtteil Lautzkirchen in der Liste der Orte nicht enthalten ist. Alschbach hingegen sei erwähnt. „Immerhin ist Lautzkirchen mit rund 2600 Einwohnern einer der drei größten Teile“, schreibt Peter Schuler, und: „Wenn Lautzkirchen nur als Teil von Blieskastel Mitte angesehen wird, müsste das auch für Alschbach gelten. Oder wurde Lautzkirchen einfach nur vergessen?“ Darauf würde deuten, dass für Blieskastel eine Einwohnerzahl von 2600 genannt werde: „Diese 2600 hat aber schon Blieskastel-Zentrum alleine, Lautzkirchen hat ebenfalls nochmal 2600 Einwohner. Also müssten am Ende 5200 Einwohner angegeben sein.

Unser Leser hat auch den Buchautor, Andreas Stinsky, angeschrieben. Und der Archäologe und Leiter des Museums in Reinheim hat ihm rasch geantwortet. Wir haben diese Woche mit ihm geredet und er gibt Peter Schuler Recht. Mit dem Ausdruck des Bedauerns („Ich habe schon einen perfektionistischen Anspruch“) räumt er ein, dass Lautzkirchen durch ein Versehen in der Kurzdarstellung der Bliesgau-Kommunen und Dörfer hinten runter gefallen ist. Im Übrigen jedoch finde Lautzkirchen und das, was den Stadtteil ausmacht, innerhalb des Buches doch viel Platz. Weil der Stadtteil nicht unbedeutend ist: ein wichtiger Standort aufgrund der Bliestal Kliniken. Zudem, so Buchautor Stinsky, gebe es noch mehrere Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Ebenfalls im 17. Jahrhundert gab es in Lautzkirchen eine Papiermühle. So, und damit ist der Stadtteil wohl „rehabilitiert“.