Lautenist Christian Zimmermann im Wolfersheimer Kulturcafé Bienenkorb

Konzert : Klangwelt von Renaissance und Barock

Der Lautenist Christian Zimmermann spielte im Wolfersheimer Kulturcafé Bienenkorb.

Der Freiburger Lautenist Christian Zimmermann gastierte schon zum dritten Mal im Wolfersheimer Kulturcafé Bienenkorb. Er rahmte sein Konzert mit barocker Musik des 18. Jahrhunderts von Johann Sebastian Bach und seinem musikalischen Freund Sylvius Leopold Weiß, die in Dresden oft gemeinsam musizierten. Mit im Programm hatte der Freiburger Instrumentalist auch spanische Gitarrenmusik, die folkloristisch klang, da viele typische Schlagtechniken in die Rhythmen verwoben waren.

Die Zuhörer konnten Tänze von Gaspar Sanz und Santiago de Murcia für die Barockgitarre verfolgen. Als historische Spezialitäten entführte Zimmermann die Gäste in die filigrane Klangwelt der Renaissance- und Barocklaute auch mit selten aufgeführte Werke der italienischen Komponisten und Lautenist von Michelangelo Galilei und Vincenzo Galilei, jüngerer Bruder, beziehungsweise Vater des berühmten Astronomen Galileo Galilei. Beide waren zu ihrer Zeit hoch angesehene Lautenisten.

Christian Zimmermann, der als Solist in zahlreichen Konzertreihen wie auch im Rundfunk zu hören ist, widmete sich in seinem Studium an der Schola Cantorum Basiliensis der historischen Aufführungspraxis, die in sein Spiel eingewoben ist. Der Musiker hat mehrere CDs veröffentlicht.

Im Wolfersheimer Gastspiel ließ er auch die Welt der Musikerin Olga Schwind (1887 bis 1979) lebendig werden, die ihre Kindheit in Tholey verbrachte und deren historische Instrumentensammlung dort im Museum Theulegium gezeigt wird. Zu Ehren der Künstlerin trat Zimmerman, dessen „Managerin“ Angelika Schwarz in Wolfersheim lebt, einen Tag nach dem Auftritt im Bliestal auch noch im Rathaussaal der Stadt Tholey auf.

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