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Laura Happel aus Blieskastel ist landesbeste Restaurantfachfrau 

Sie hat bestimmt eine ganz große Karriere vor sich : Und nun will sie noch ihren Meister machen

Die 26-jährige Laura Happel aus Blieskastel ist jetzt auch landesbeste Restaurantfachfrau.

Seriensiegerin kann sie sich nennen, die 26-jährige Laura Happel aus Blieskastel. Sie ist zum zweiten Mal als landesbeste Auszubildende ausgezeichnet worden. Bereits letztes Jahr schloss sie ihre Ausbildung als Fachkraft im Gastgewerbe als landesbeste Auszubildende ab. Nun folgte die Auszeichnung für ihre nachfolgende Ausbildung als Restaurantfachfrau.

Traditionell werden die Auszubildenden bei einer Bestenfeier in Saarbrücken vom Ministerpräsidenten ausgezeichnet, die Pandemie durchkreuzte das. Die Urkunde kam mit der Post. Trotzdem hat sich die junge Frau aus Kirkel sehr gefreut, wie sie berichtet. Nach Ihrem Fachabitur in Ernährungs- und Hauswirtschaft in Saarbrücken und einem Praktikum in einem Hotel wusste sie schon, dass sie gerne mit Menschen arbeitet. Das Gastro-Gewerbe lag ihr. Bei ihrem späteren Ausbildungsbetrieb Fotios Mourtzios und Alexis Saridis in Kirkel fing sie nach dem ersten Abschluss als Aushilfe an. Die Stelle ging über in eine Teilzeitstelle, und schließlich wurde sie gefragt, ob sie dort nicht die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe machen wolle. Sie sagte zu. Es erschien die ideale Abrundung des begonnenen Weges zu sein: „Ich habe 2019 meine Ausbildung schon als Landesbeste abgeschlossen, und danach habe ich dann noch ein Jahr Ausbildung zur Restaurantfachfrau dran gehängt“ sagt Laura Happel. Ihr Ziel war auch hier wieder, Landesbeste zu werden. „2019 habe ich bei der Zeugnisübergabe gesagt bekommen, dass ich Landesbeste bin, doch im darauffolgenden Jahr waren keine Feierlichkeiten. Und als ich mein Zeugnis bekam, war ich schon ganz enttäuscht, dass es nicht geklappt hat. Doch dann habe ich doch noch den Bescheid bekommen, dass ich Landesbeste bin und ich habe mich riesig gefreut.“

Die Corona-Pandemie habe ihr die letzte Zeit in der Ausbildung schwer gemacht, wie Happel berichtet. „Der Fachunterricht ist die letzten Wochen komplett ausgefallen, und das war schwierig. Zum Glück hatte ich viel Unterstützung von meiner Lehrerin, der ich bei Fragen immer schreiben konnte“ erklärt die junge Frau. Auch die praktische Gesellenprüfung fand wegen der Pandemie ohne richtige Gäste statt. Und da ihr Ausbilder den Betrieb wegen Corona einstellen musste, wechselte Happel noch vor der Prüfung in Ressmanns Residence.

Im neuen Betrieb sieht sie sich mittlerweile gut aufgehoben, erklärt sie. Mit Hotel und Restaurant habe Ressmanns auch ein breiteres Angebot. Ihre Freizeit verbringt Happel gerne mit ihrem Hund an der frischen Luft oder beim Sport im Fitness-Studio. In der Zukunft würde sie gerne noch ihren Meister machen und eventuell einen Sommelier-Kurs besuchen. Früher hätte sie auch gerne ihr eigenes Restaurant gehabt, doch die Corona-Krise habe ihr bezüglich einer Selbständigkeit doch etwas Angst gemacht.