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Langzeitarbeitslose bleiben die Sorgenkinder

Langzeitarbeitslose bleiben die Sorgenkinder

Der gestern von der Agentur für Arbeit vorgelegte Monatsbericht zeigt auch in unserer Region eine durchaus positive Tendenz. Verbessern soll sich auch die Lage der Langzeitarbeitslosen, die weiter abgehängt zu werden drohen.

. Auch wenn es im Vormonat in St. Ingbert einen leichten Ausreißer gab, geht es aus Sicht der Agentur für Arbeit am regionalen Arbeitsmarkt "Schritt für Schritt aufwärts". So betonte es die Agentur in ihrem gestern veröffentlichten Arbeitsmarktbericht für den Juni. Im Saarpfalz-Kreis insgesamt sei die Arbeitslosenzahl seit März kontinuierlich gesunken und habe seit 20 Monaten stets unter den Vorjahreswerten gelegen.

Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur in St. Ingbert war die Zahl der Frauen und Männer Ende Juni jedoch um sechs gestiegen. Bei der Geschäftsstelle der Agentur in Blieskastel, die für Blieskastel sowie die Gemeinden Mandelbachtal und Gersheim zuständig ist, sank die Zahl der Erwerbslosen hingegen deutlich (minus 54 Personen).

"Dass die Chancen auf dem heimischen Arbeitsmarkt gut sind, zeigen die gestiegenen Stellenzugänge und die seit einem Jahr rückläufigen Arbeitslosenzahlen bei den Kunden der Arbeitsagentur", meint Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Zugleich lenkt Haßdenteufel aber auch die Blick auf die unverändert schwierige Situation der Langzeitarbeitslosen: "Leider können die Menschen, die schon ein Jahr und länger arbeitslos sind, von diesem Aufschwung nicht in gleichem Maß profitieren." Langzeitarbeitslose liefen Gefahr, sich zunehmend vom Arbeitsmarkt entfernen. "Es wird wichtig sein, diesen Menschen mit erweiterten Angeboten neue Perspektiven zu eröffnen. Ein neue Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose biete da besondere Chancen", unterstreicht der Agentur-Chef.

Seit Jahresbeginn wurden der Arbeitsagentur kreisweit 2160 freie Stellen gemeldet, 14,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Aktuell stünden rund 1000 freie Jobs zur Verfügung. Besonders gesucht seien Arbeitskräfte in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik , Mechatronik, Metallbearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie der Lebensmittelherstellung.