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Kooperation ermöglicht Mehrarbeit auf Grünflächen in Blieskastel

Eine gedeihliche Zusammenarbeit wird fortgesetzt : Damit es in der Barockstadt grünt und blüht

Fortsetzung der erfolgreichen Blieskasteler Kooperation mit dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar.

Die Stadt Blieskastel teilt mit, dass sie die erfolgreiche Kooperation mit dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar in Saarbrücken-Burbach (ZBB) und dem Jobcenter Saarpfalz-Kreis fortssetzen wird. Die Gesellschaft ZBB führt den städtischen Angaben zufolge aktuell insgesamt drei Maßnahmen für das Jobcenter Saarpfalz-Kreis in der Barockstadt durch: Zum einen zwei sogenannte Arbeitsangelegenheiten, die „Werkstatt Saarpfalz-Kreis“ (der sogenannte Ein-Euro-Job) für Erwachsene mit 15 Plätzen. Des Weiteren die „Jugendwerkstatt Saar-Pfalz-Kreis“ mit einer auf zehn Plätze festgelegten Kapazität (Ein-Euro-Job mit integrierter Qualifizierung für Jugendliche). Bei der dritten Maßnahme steht der Biosphären- und Bürgergarten unter dem Stichwort „Essbare Stadt“ im Mittelpunkt, das Projekt beinhaltet eine „sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“ für insgesamt zwölf Erwachsene. Die Finanzierung der Projekte erfolgt über das Jobcenter Saarpfalz-Kreis, die Stadt Blieskastel, den Saarpfalz-Kreis sowie über Mittel des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Insgesamt sind damit 37 Personen – Jugendliche und Erwachsene – in Blieskastel eingesetzt, die ausschließlich zusätzliche Arbeiten zum Nutzen der Allgemeinheit ausführen, wie es des Weiteren in der Pressemitteilung heißt. Und: Dabei werden Arbeiten übernommen, die zwar nicht zwingend erforderlich sind, aber die Lebensqualität erhöhen und die soziale Infrastruktur verbessern.

Ausgeführt werden konkret Arbeiten in den Bereichen „Kooperation mit der Stadt Blieskastel“ (Neubau- und Verschönerungsarbeiten im Stadtgebiet und den angeschlossenen Ortschaften) sowie „Bürgergarten und gärtnerische Arbeiten“ nach dem Konzept der „essbaren Stadt“. Die Neubau- und Verschönerungsarbeiten werden ausgeführt zur optischen Verbesserung von Ortseingängen, zur Aufwertung von Spiel- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche, zur Aufwertung des Ortsbildes in der Kernstadt Blieskastel und den angeschlossenen Ortschaften, für den lokalen Tourismus und die Naherholung sowie zum Erhalt des regionalen Kulturerbes und der regionalen Kulturlandschaft.

Ziel des Bürgergartens und der gärtnerischen Arbeiten nach dem Konzept der „essbaren Stadt“ ist es, durch innovative und nachhaltige Konzepte zum einen das Bild in der Innenstadt und den Stadtteilen optisch und gestalterisch aufzuwerten und gleichzeitig das Interesse der Bürger und der Besucher Blieskastels, aber auch der Projektteilnehmenden selbst, für gesunde Ernährung und gärtnerische Aktivitäten im eigenen unmittelbaren Wohn- und Lebensbereich zu wecken und zu fördern. So soll für Blieskastel „eine neue Lebens- und Wohn-Qualität unter Maßgabe von Biodiversität und Nachhaltigkeit im urbanen Lebensraum geschaffen und die Beziehung zwischen Stadt und ländlichem Umfeld neu definiert werden.“

Tätigkeitsbereiche, die sich gegenseitig ergänzen und zusammen einen thematischen Gesamtrahmen bieten, sind dabei der Bürgergarten – zu Aufzucht, Anbau und Ernte von Pflanzen, Nutzpflanzen, Obst und Gemüse – die Abgabe der geernteten oder hergestellten Produkte an bedürftige Personengruppen (beispielsweise Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe sowie Flüchtlinge) und die Gestaltung der kommunalen Grünflächen mit Stauden- und Obstgehölz Kräutern, Gemüsepflanzen, Insekten-Nahrung, die einen jahreszeitlichen Bezug haben.

Die praktischen Tätigkeiten der Jugend- und Erwachsenenwerkstatt Blieskastel in Trägerschaft des Zentrums für Bildung und Beruf Saar werden den Themenfeldern „kommunales und regionales Natur- und Kulturerbe der Stadt Blieskastel und der Biosphärenregion Bliesgau“, „die essbare Stadt“, Arbeiten in und an Lehr- und Lernorten sowie Bildungseinrichtungen und „Förderung des regionalen Naherholungstourismus“ zugeordet. Sie dienen einer fachlich fundierten und harmonischen Verbindung der kommunalen Ebene der Stadt Blieskastel und der regionalen Ebene der Biosphärenregion in Kooperation mit dem Saarpfalz-Kreis.

Eine weitere inhaltliche Ergänzung auf die interregionale Ebene der Großregion im Sinne einer fachlichen Anbindung ergibt sich aus der strategischen Partnerschaft der Stadt Blieskastel mit dem sogenannten „Interreg-V A Projekt KreaVert“. Zur Erläuterung: Langzeitarbeitslose oder Flüchtlinge, die die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, haben auf dem Arbeitsmarkt eher schlechte Chancen. Bei Projekt „KreaVert“, getragen vom ZBB, lernen die Teilnehmer, Gemüsebeete und Blumenwiesen anzulegen oder etwa Grünflächen wie Parks und Wanderwege mit natürlichen Alternativen zu Pestiziden in Stand zu halten. Dadurch sollen sie Erfahrung im Garten- und Landschaftsbau gewinnen, um anschließend in diesem Bereich eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle zu finden.

Es geht auch und vor allem um Gestaltung und Aufwertung des urbanen Raumes in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und optischen Attraktivität, Schaffung von Angeboten in alternativen Lernorten für Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen bezüglich Umweltpädagogik und gesunder Ernährung, zusätzliche und gemeinnützige Arbeiten im Rahmen der Konzepte „Jakobspilgerweg Saarpfalz“ und „Lebensadern Wege“ in Trägerschaft des Saarpfalzkreises. Es geht auch um Bau und Montage von Bänken im Wanderwegenetz von Blieskastel und Saarpfalz-Kreis, den Bau von hölzernen Lern-, Nutzungs- und Gestaltungselementen in öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Freiraum.