Schwimmbad Blieskastel Kombibad: Aufsichtsräte wollen Sanierungskonzept

Blieskastel · Im Vorfeld der heutigen Aufsichtsratssitzung der Freizeitzentrum GmbH Blieskastel (FZB) hat die SPD-Stadtratsfraktion gefordert, dass auch bei neuen Zeittarifen es keine Eintrittspreiserhöhung im Bad geben dürfe. „Unsere Eintrittspreise im Kombibad müssen mit den regionalen Schwimmbädern vergleichbar sein, sonst bleiben die Kunden weg“, erklärte Annette Weinmann, SPD-Mitglied im Aufsichtsrat der FZB. Es sei eine falsche Entscheidung gewesen, einfach die Preise zu erhöhen und dann zu erwarten, dass sich das Ergebnis verbessere. Die Schwimmbadbesucher reagierten sehr sensibel auf eine Preiserhöhung, „wie der starke Gästerückgang im Freibad zeigt“.

Im Bundesvergleich liege der Tagespreis für das Blieskasteler Freibad sogar an der Spitze. Ebenso sei der Familientarif viel zu hoch und nicht angemessen. Die Tageskarte in Höhe von 20 Euro für eine vierköpfige Familie sei äußerst unsozial. Deshalb habe die SPD für die nächste Aufsichtsratssitzung des FZB einen eigenen Vorschlag für ein zukünftiges Tarifsystem erarbeitet, welches auch zu den übrigen Freibädern konkurrenzfähig sei. Dabei solle bei den Eintrittsgeldern zwischen Frei- und Hallenbad-Saison unterschieden werden. „Für das Freibad schlägt die SPD-Fraktion die Rücknahme der Preiserhöhung für die Tagekarte auf 4,50 Euro vor. Selbst mit dem ,alten Preis’ liegt Blieskastel im regionalen Vergleich als teuerstes Bad mit vorne. Die Familienkarte muss ebenfalls wieder auf den früheren Preis von 12,50 Euro (vierköpfige Familie) zurückgeführt werden. Im Hallenbad soll ein Stundentarif eingeführt werden. Die vorgeschlagenen Tarife von 3,10 Euro für zwei Stunden, 4,30 Euro für 3,5 Stunden und ein Tagespreis von 6,50 Euro sind mit regionalen Hallenbädern vergleichbar. Auch für die Familie würde es dann wieder ein soziales Angebot für vier Stunden zu 10,80 Euro geben“, so die SPD in einer Presseerklärung. Die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Sicherung des Schwimmbads hätten die drei SPD-Aufsichtsratsmitglieder bereits in der letzten Aufsichtsratssitzung gefordert. Deshalb sei es sinnvoll, ein Sanierungskonzept mit Wirtschaftlichkeitsberechnung zu beauftragen, wie jetzt von der Geschäftsführung vorgeschlagen. SPD-Aufsichtsratsmitglied Ellen Kugel betonte: „Nur so können alle Einsparpotentiale genau ermittelt werden. Dabei müssen auch der Beginn und das Ende der jährlichen Hallen- und Freibadsaison überdacht werden. Ebenso die tage- oder stundenweise Schließung des Hallenbades während des Sommers.“

Auf der Grundlage dieser Expertise sei es auch richtig, die Zusammenarbeit mit einem anderen Bäderbetrieb zu prüfen. Um sich nicht schon im Voraus auf einen bestimmten Kooperationspartner festzulegen, müsse diese Untersuchung – mit Blick auf die auch von den anderen Ratsfraktionen mehrfach kritisierte bisherige Vergabepraxis der Bürgermeisterin – auf der Grundlage einer Ausschreibung nach objektiven Auswahlkriterien an einen möglichst neutralen Gutachter vergeben werden, so SPD-Fraktionschef Guido Freidinger.