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Kollegen auf originelle Art und Weise eingefangen

Kollegen auf originelle Art und Weise eingefangen

Er hatte den Blick, um originelle Szenen festzuhalten und oft waren Kollegen die „Betroffenen“: Dem 2015 verstorbenen Karikaturist und Kunsterzieher Klaus Mayer ist eine Ausstellung am Von der Leyen-Gymnasium gewidmet.

Illustre Gäste konnte Schulleiter Christoph Kohl zur Eröffnung der Karikaturen-Ausstellung des im Jahre 2015 verstorbenen Kollegen Klaus Mayer im Haus Lott des Von der Leyen-Gymnasiums begrüßen. Neben seinem Vorgänger Lutz Walter Brede waren auch Marianne Uth, die Witwe des ersten Schulleiters des im Jahre 1956 neu gegründeten Von der Leyen-Gymnasiums, sowie Ingbrecht Haberer, der Direktor des ehemaligen Aufbaugymnasiums, anwesend. Landrat Theophil Gallo hob als Vertreter des Saarpfalz-Kreises, der die Ausstellung finanziell unterstützt hat, in seiner Rede hervor, dass er sich für die Unterstützung solch kleinerer Projekte gerne einsetze, um der kulturellen Vielfältigkeit in seinem Landkreis gerecht zu werden.

Lutz Walter Brede übernahm als Laudator die Einführung in die Ausstellung und die Würdigung des Künstlers Klaus Mayer, der in den Jahren 1961 bis 1992 in erster Linie als Kunsterzieher am Von der Leyen-Gymnasium tätig war. Mit seinen Karikaturen sei es Klaus Mayer gelungen, seine Kollegen bei einer jeweils typischen Handlung oder Situation auf originelle Art und Weise einzufangen.

Ein witziger Kommentar, oft im typischen Mayer-Latein verfasst, komplementiere die kunstvolle Zeichnung zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Unvergesslich seien ihm selbst Klaus Mayers Zeichnungen zum Thema Schulleiterwechsel, durch welche der Karikaturist den Übergang von der Ära Uth zur Ära Brede durch seine ganz persönliche Sichtweise trefflich dokumentiert habe.

Durch die Beharrlichkeit von Dieter Thum, dessen Organisation auch diese Ausstellung zu verdanken sei, seien viele Zeichnungen aus den Schubladen der karikierten Kollegen zusammengetragen worden und 2009 in einem kleinen Bildband veröffentlicht worden.

Französisches Chanson

Nach einem französischen Chanson , vorgetragen von Musiklehrer Dieter Geis auf dem Akkordeon, lud Dieter Thum die Gästeschar, die sich neben der Familie Mayer weitgehend aus ehemaligen Kollegen und Schülern von Klaus Mayer zusammensetzte, in die Bibliotheksräume des Gymnasiums ein, wo die Karikaturen nun in einer Dauerausstellung ihren Platz gefunden haben.

Sicherlich ruft der Blick auf die witzigen Zeichnungen bei vielen Betrachtern die Erinnerung an gute und schöne alte Zeiten am Gymnasium hervor.