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Klimaschutzmanager führte in Brenschelbach keine Grundstücksverhandlungen

Biosphärenzweckverband Bliesgau : Krämer verhandelte nicht über Grundstücke

Zu unserer Berichterstattung vom 7. Juli zum Thema „Der Runde Tisch: Klimaschutz steht jetzt“ sieht sich der Biosphärenzweckverband jetzt zu einer Stellungnahme veranlasst. Nach Angaben des Verbandes ist der in unserem Artikel kritisierte und angeblich „in Brenschelbach und Böckweiler bei Grundstücksanfragen beobachtete“ Klimaschutzmanager Hans-Henning Krämer kein „Funktionär“ des Biosphärenzweckverbandes und war auch nicht zu Fragen des Grunderwerbs in den Stadtteilen unterwegs.

Der Zweckverband schreibt weiter zur Klarstellung: „Krämer ist nicht der Klimaschutzmanager alleinig des Biosphärenzweckverbandes, sondern er ist der Klimaschutzmanager des Biosphärenreservates Bliesgau in seiner Gesamtheit. Mit dem Masterplan haben die Gemeinde- und Stadträte im Biosphärenreservat beschlossen, bis 2050 die Hälfte der derzeit verbrauchten Ressourcen einzusparen und den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen gegenüber dem Referenzjahr 1990 um 95 Prozent zu senken. Formal ist der Klimaschutzmanager bei der Stadt St. Ingbert angestellt.“

Auf Grundlage der bisherigen gemeinsamen politischen Zielsetzungen zum Klimaschutz im Biosphärenreservat komme ihm die wichtige Aufgabe zu, über vielfältige Projekte in den Kommunen, für die Themen Energieeinsparung, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft vor Ort Akzeptanz zu schaffen und Mitstreiter zu finden. Im Rahmen dieser Tätigkeit sei der Klimaschutzmanager auch in Brenschelbach unterwegs gewesen, um zu prüfen, ob die von der Landesregierung in der „Verordnung zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Agrarflächen (VOEPV)“ dargestellten Flächen für eine Nutzung mit Solaranlagen überhaupt geeignet sind, welche Auswirklungen vor Ort auf die Landwirtschaft, den Naturschutz oder die Siedlungsgebiete zu erwarten sind, und ob alternative Freiflächen für die Solarenergienutzung in Frage kommen. Gerade Brenschelbach hätte nach dieser Verordnung einerseits viele Möglichkeiten für erneuerbare Energien, würde aber auch über Gebühr mit Photovoltaik-Flächen in direkter Ortsnähe belastet werden, was seitens des Biosphärenzweckverbandes deutlich kritisiert wird. Der Klimaschutzmanager habe zu keinem Zeitpunkt, weder in Brenschelbach noch in Böckweiler, Grundstücksverhandlungen geführt. Es gebe dafür auch kein Mandat.