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Kirche St. Anna in Biesingen erhält eine Brandschutzanlage

Mehr Sicherheit für das Gotteshaus in Biesingen : Brandschutzanlage für die Kirche

Im Gotteshaus St. Anna in Biesingen war vor drei Monanten Feuer gelegt worden. Der Täter ist noch nicht gefasst.

Rechtzeitig entdeckt wurde vor drei Monaten eine Brandstiftung in der Pfarrkirche St. Anna Biesingen (unsere Zeitung berichtete). „Nachdem der Schaden beseitigt war, habe ich mich mit einigen Unterstützern bemüht, als Vorsorge eine Brandschutzanlage für das Gotteshaus zu beschaffen“, sagte jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung Pfarrer Hieronim.

Die Idee stieß auf offene Ohren. Um den Betrag für die Brandschutzanlage und einen Einbruchsschutz zu finanzieren, bildete sich auf Anregung des Ortsrates (“dafür bin ich dem Gremium besonders dankbar“) eine Bürgerinitiative, eine private Person wie auch der Ortsrat gaben einen beträchtlichen Zuschuss (siehe Info). „ Die gesamte Pfarrkirche ist nun mit dem Einbau durch die Elektronikfirma Dirk Knoerr gegen Einbruch und Brand geschützt und abgesichert, der stellvertretene Ortsvorsteher Sven Dörrenbecher legte als Fachmann selbst Hand an und nahm auch die Schlussabnahme vor. „Lediglich in der Pfarrkirche Biesingen und in der Schlosskirche Blieskastel ist Brandschutz installiert, die drei weiteren Kirchen der Großpfarrei Heiliger Franz von Assisi – St. Barbara Blickweiler, St. Josef Ballweiler und Mariä Himmelfahrt Aßweiler-Seelbach – sollen alsbald in ähnlicher Form geschützt werden“, so Pfarrer Hieronim. „Denn wir wollen die fünf Kirchen weiter zu Gebet und Einkehr für die Gemeinde offen lassen.“

Anlässlich der 115-Jahr-Feier von St. Anna plant der engagierte Pfarrer im nächsten Jahr die Herausgabe eines Buches, dessen Verkaufserlös helfen soll, die Kosten eines Innenanstrichs im Gotteshaus in Höhe von 120 000 Euro zu decken. Die Idee von Buch und Finanzierung stellte Pfarrer Hieronim beim Termin in der Kirche kurz vor: 1000 Seiten stark mit Einträgen der Bürger und Gemeindemitglieder gegen ein Entgelt von je 120 Euro. Der Pfarrer zeigte sich optimistisch, dass das Projekt gelingen kann. Wie Ortsvorsteherin Annette Weinmann mitteilte, wird das mutwillig zerstörte Wegekreuz am Friedhof wieder instand gesetzt, der Kostenvoranschlag betrage 1896 Euro, einen Zuschuss gewähre das Umweltministerium. Das Zusammensetzte der Teile übernehmen wieder Wolfgang Vogelgesang und Werner Hennchen. Für umfassende Arbeiten im Pfarrgarten legte sich Klaus Bohr mit einigen Helfern ins Zeug. Zur Entschärfung der Verkehrssituation in Höhe des Pfarrgartens rund um die Kirche hatte der Ortsrat beschlossen, ein einseitiges Parkverbot zu beantragen, die Parkverbotsschilder werden noch im Oktober aufgestellt. „Das bisher beidseitige Parken machte die Durchfahrt von Autos, insbesondere von Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen, sehr schwierig“, so Annette Weinmann zum Abschluss.