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Keine Unterstützung vom Biosphärenzweckverband

Dieser Landwirt macht sein Ding, allein und konsequent : Mit kritischer Distanz zur Biosphäre

Unterstützung vom Biosphärenzweckverband hat Landwirt Steffen Sandmeier bisher nicht erhalten, sagt er. Er macht einfach sein Ding.

„Unser Betrieb ist deutlich gewachsen in der Zeit, in der es die Biosphäre Bliesgau gibt. Zwischen zehn und zwanzig Prozent, auch bei der bewirtschafteten Fläche. Aber das hat mit der Biosphäre gar nichts zu tun. Das kommt daher, dass immer mehr Betriebe aufgeben und wir die Möglichkeit haben, zusätzliche Flächen zu erwerben“, sagt Jungbauer Steffen Sandmeier. Den Einfluss der Biosphären-Diskussion auf die Entwicklung des Kahlenberger Hofs sieht der Juniorchef relativ distanziert.

Man versuche, möglichst transparent und offen auf die Kunden und auf die Besucher des Hofs zuzugehen. „Wir freuen uns über jedes Gespräch, wir sind offen für jede Frage, die uns gestellt wird. Allerdings interessieren sich die Menschen, die unseren Hof besuchen, für den Kahlenberger Hof und weniger für die Biosphäre als solche.“ Kritisch sieht der Bauer auch die Reglementierungen, die durch den Status des Biosphärenreservats auf die Bauern zukommen. „Das ist eine riesige Herausforderung. Die Reglements sind sehr strikt, manchmal sinnvoll, manchmal übertrieben. Da wird oft übers Ziel hinausgeschossen.“

Im Gespräch mit Steffen Sandmeier wird deutlich, dass die Biosphärenregion ein Kommunikationsproblem hat. Während einzelne Höfe in der Selbstdarstellung der Biosphärenregion überall präsent sind, geht die Arbeit der Biosphären-Akteure an anderen gänzlich vorbei. Obwohl auch dort hervorragende Arbeit geleistet wird, wie das Beispiel des Kahlenberger Hofs zeigt.

Sandmeier ist als Landwirt ein gewichtiger Produzent und Multiplikator im Bliesgau – auf die Frage, wo er Chancen sieht, die die Biosphärenregion für seinen Hof bringt, antwortet er schlicht: „Ich sehe keine Chancen. Wir machen unser Ding, und das machen wir gut und richtig. Vom Biosphärenzweckverband haben wir bis heute keinerlei Unterstützung erfahren.“