Keime belasten Trinkwasser in Blieskastel

Warnung in Blieskastel : Keime im Trinkwasser – Noch immer keine Entwarnung

Bürger in Blieskastel, inklusive Lautzkirchen und Alschbach, Webenheim, Mimbach und Bierbach, müssen immer noch das Trinkwasser abkochen, das aus der Leitung kommt.

Es geht um die Verunreinigung des Lebensmittels Nummer eins durch Colibakterien (wir berichteten). Wie Bernhard Wendel, der Geschäftsführer der Stadtwerke Bliestal, auf SZ-Anfrage am Donnerstagvormittag mitteilte, seien ausgiebig Proben genommen worden, das Ergebnis dessen gelte es nun abzuwarten. Frühestens am Samstag dieser Woche (24. August) könne man den Kunden mitteilen, ob das Wasser wieder in Ordnung ist – in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Um Gefahren für die Gesundheit auszuschließen, gilt also auch weiterhin: das Wasser aus der Leitung drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Das gilt laut Stadtwerke vor allem für die Zubereitung von Nahrung, insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, alte und kranke Menschen. Es gilt des Weiteren für das Abwaschen von Salat, Gemüse und Obst, das Herstellen von Eiswürfeln zur Kühlung von Getränken, fürs Zähneputzen und für medizinische Zwecke (Reinigung von Wunden, Nasenspülung und anderes mehr).

Das gekochte und so weit wie nötig abgekühlte Leitungswasser könne man wie bisher verwenden. Die Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden) könne indes mit nicht abgekochtem Leitungswasser erfolgen, sofern man darauf achte, dass das Wasser nicht getrunken wird oder auf eine offene Wunde gerät. „Für Haustiere und Vieh benötigen Sie kein abgekochtes Leitungswasser, ebenso wenig wie für die Toilettenspülung“, teilten die Stadtwerke Bliestal bereits am Dienstag öffentlich mit. Die Kunden würden umgehend informiert, wenn das Leitungswasser wieder uneingeschränkt genutzt werden kann. Im Gespräch mit Geschäftsführer Bernhard Wendel vor drei Tagen erfuhr unsere Zeitung, dass von den Verunreinigungen der Hochbehälter Gollenstein betroffen war. Er wurde umgehend außer Betrieb gesetzt. Colibakterien waren dort nachgewiesen worden. Leute mit geschwächter Immunabwehr, betagte Menschen und kleine Kinder können dadurch Magen-Darm-Probleme (Durchfall) bekommen.

Kontakt: Tel. (0 68 42) 92 02 0.

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