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Kappensitzung der BKG "Nix wie druff" in Blieskastel

Fastnacht : Tolle Tänze und viele Pointen aus der Bütt

Die Blieskasteler Karnevalsgesellschaft „Nix wie druff“ bot in der Bliesgau-Festhalle erneut eine tolle Fastnachtsshow.

Bei ihrer Prunksitzung in der Bliesgau-Festhalle bot die Blieskasteler Karnevalgesellschaft (BKG) „Nix wie druff“ ein Feuerwerk der guten Laune mit karnevalistischer Unterhaltung vom Feinsten. Sitzungs- und Ehrenpräsident Elmar Becker führte glänzend aufgelegt und charmant durch den Abend, der zur Eröffnung beim Einzug mit Garden, Elferrat und Tollitäten einen bunten Rahmen bot. Die Jugendgarde legte beim Fünf- Stunden Programm als erste los, einige waren erstmals auf der Bühne und entsprechend glühten beim Sonderapplaus deren Wangen vor Freude. Neben Anna Graus ist Steffi Knoch Trainerin der Jüngsten, dies im 22. Jahr. Dafür gab es von Wolfgang Blatt vom Verband saarländischer Karnevalvereine zwei Auszeichnungen. „Die BKG leistet eine hervorragende Jugendarbeit und weist mit der Kinder- und Jugendsitzung seit 22 Jahren eine Besonderheit auf, die sonst kein Verein so lange bietet“, betonte Blatt.

Bei den choreografisch toll aufgestellten Schautänzen der sportlich-anmutigen Tanzgruppen konnten die Besucher nur noch staunen. Das Junioren- sowie das Aktiven-Mariechen Sina Schuck und Nina Schöck wie auch das Jugend-Mariechen Mina Battel wirbelten mit viel Elan und Esprit über die Bretter. Große Klasse der Auftritt von Dana Roth, deren Schautanz nach Ägypten entführte. Für die insgesamt vier Garden der BKG-Aktiven, für die aus Heckendalheim sowie „Michis Boygroup“ vom Männerballett gab es stehende Ovationen. „Die Tanzgarden sind der Stolz und die Zukunft unserer BKG“ freute sich der neue Präsident Christian Pöbl über Komplimente zuhauf.

Als Eisbrecher in der Bütt war Kirk Rebmann als „es Nüssje“ genau richtig, hat er doch bereits drei Mal das Saar-Narren-Casting gewonnen und ist amtierender Saarlandmeister. Nicht nur in Mimik, Gestik und Wort sondern auch mit lustigen Einlagen war Kirk ebenso gudd druff wie Steffen Welsch als „Herr Fertig“, sehr pointiert und mit manchem Schenkelklopfer. Zum 15. Male hatten die „Zwei von der Bank“ (Kurt Collet, Horst Klein) bei köstlichen Dialogen aus dem Alltags- und Eheleben die Lacher auf ihrer Seite, wie auch Luca Brosius, der gekonnt Sport- und Showgrößen imitierte. Ein Höhepunkt zweifellos die Symbolfigur der BKG, der „Stallbock“ mit seinem Böckchen Annelie (Thomas Schmitt und Sohn Ben, 12). Das Duo hatte beim Stadtgeschehen alles im Auge, verdienter Beifall für ihr „Meck- meck- meck“ kam da von „Ehren-Stallbock“ Elly Kunz (86) und den Bürgermeisterkandidaten Lisa Becker und Bernd Hertzler. Vieles wurde in Erinnerung gerufen, so der Christbaum auf dem Paradeplatz, der versprochene Wald-Kindergarten, das neue Franz-Fest („Schuss in den Ofen“), die fehlende Polizeipräsenz in der Nacht („Die Polizei für die Gauner ein Schreck?- meck, meck, meck“) und beim Abriss und Neubau der altehrwürdigen Festhalle hatten „Bock und Böckchen“ die Befürchtung, dass dies zur Kaschtler Elbphilharmonie werden könnte. Die Fraktionen der närrischen Pappnasen jedenfalls waren begeistert. Aktiv mitmachen war angesagt bei den Ohrwürmern der fernsehbekannten St. Ingberter „Frohsinn-Krätzjer“ und den „Konsorten“, mit dem BKG- Chor um Leiter Thomas Schmitt. Da wurde in die „Pizza- Melodie“ gerne mit eingestimmt.