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19-Jährige will nach Südafrika: Junge Frau startet ins Abenteuer Afrika

19-Jährige will nach Südafrika : Junge Frau startet ins Abenteuer Afrika

Die 19-jährige Teresa Satzky wird sich in den nächsten 13 Monaten in Südafrika engagieren und Kindern in Armut helfen. Dazu lernt sie bereits Zulu.

Die 19-jährige Teresa Satzky hat einen Traum: Kindern in Armut helfen. Deshalb fliegt sie am 2. September für 13 Monate mit der Organisation „Weltweite Initiative für soziales Engagement e.V.“ nach Südafrika. Dort will sie ihren Traum verwirklichen und Straßenkindern helfen. In dem Projekt „Streetwise“, in dem sie eingesetzt werden soll, werden Kinder ab sieben Jahre von der Straße geholt und in die Gesellschaft reintegriert. Dazu werden die Kinder und Jugendlichen auf der Straße angesprochen, um sie ins Programm zu bewegen. Das ist schwierig, aber noch schwieriger ist, ihr Vertrauen zu gewinnen, erzählt Teresa Satzky. Gerade Hellhäutigen vertrauen die Kinder nicht so schnell. Sind die Kinder dann im Programm, wird zum Beispiel durch Fußball spielen, gemeinsames Basteln und Malen Vertrauen aufgebaut. Wenn sie dann dafür bereit sind, sollen sie eine Schule besuchen.

Auch der Schulbesuch wird begleitet und die Kinder bekommen Hilfe bei den Hausaufgaben, erklärt die 19-Jährige aus Bierbach im Gespräch mit unserer Zeitung. „Südafrika ist nicht ungefährlich“, sagt Satzky, deshalb muss sie auch an verschiedenen Seminaren teilnehmen, um sich vorzubereiten. „Sicherer wäre Australien oder Neuseeland gewesen, dort kann man Work and Travel oder ein Au-Pair-Jahr machen. Damit bewegt man aber nichts“.

Sie wolle aktiv etwas zur Verbesserung der Welt beitragen. Dafür lerne sie sogar Zulu, denn die Straßenkinder sprechen kein Englisch, auch weil sie keine Schule besuchen. „Die Einheimischen reagieren nicht immer positiv auf die Hilfe der reichen Europäer, die die Welt retten wollen“, so Satzky.

Generell gilt es einiges zu beachten: Wertgegenstände werden schnell geklaut, also am besten nichts Teures mitnehmen, die Kleidung soll mindestens bis zu den Knien reichen und Bikinis sind tabu. Alleine auf der Straße laufen oder nachts raus gehen, ist ganz verboten. Besonders für hellhäutige, blonde Frauen ist Südafrika ein gefährliches Pflaster – und Satzky ist hellhäutig und blond. Ein bisschen Angst hat sie schon. „Es ist was anderes, wenn man wirklich dort ist, als es nur im Fernsehen zu sehen. Psychisch wird das sicherlich eine große Belastung. Außerdem kann ich nicht für meine Familie da sein, wenn etwas passieren würde.“ Teresa Satzky wird während des Projektes mit zwei anderen Freiwilligen zusammen in einer WG wohnen. „Es wird ein spannendes Jahr werden“, blickt Satzky voraus. „Das ich noch einen Platz in dem Projekt bekommen habe war Zufall, ich war ziemlich spät dran mit meiner Bewerbung und ein anderer ist abgesprungen. Deshalb muss ich jetzt alles, was andere innerhalb eines Jahres erledigen können, in ganz kurzer Zeit schaffen“, sagt sie und das ist einiges. Visum und Führungszeugnis beantragen, impfen lassen und Spenden sammeln. 75 Prozent der Kosten übernimmt zwar die Organisation „Weltwärts“, die fehlenden 25 Prozent muss sie aber selber aufbringen.

Dabei darf sie die 25 Prozent nicht selber tragen, die sollen von der Gesellschaft übernommen werden. Noch habe sie diesen Betrag, trotz einiger Aktionen, noch nicht zusammen und hoffe auf weitere Spenden. Jeder, der möchte, könne sie und ihren Traum unterstützen. Diese seien steuerlich absetzbar, wie sie bei unserem Besuch abschließend erklärt.

Weitere Informationen unter www.facebook.com/teresa.satzky oder per E-Mail an teresasatzky@gmail.com.