Jubel, Trubel, Heiterkeit bei er Zeltkirb in Webenheim

Jubel, Trubel, Heiterkeit in Webenheim : Für diese Mannschaft gab es viele Komplimente

Straußjugend und Ortsrat legten sich für die Webenheimer Zeltkirb mächtig ins Zeug, was nicht ohne Folgen blieb.

Zum nunmehr dritten Mal in Folge stieß die Webenheimer Zeltkirb auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus auf großes Interesse, zum Gelingen trugen einige Neuerungen bei. Organisiert hatten die Zeltkirb 40 Straußmädels und Straußjungs um Maximilian Kuntz und Sebastian Schunck sowie der Ortsrat. „Die jüngere und die ältere Generation haben prima zusammengearbeitet, heimische Betriebe und die Feuerwehr haben Hilfe beigesteuert, nicht zu vergessen die ehrenamtlichen Schaffer“, lobte Ortsvorsteher Mathias Krey (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung nach seinem Sieg im Montags-Kirb-Skatspiel. „Viele Auswärtige fanden den Weg zu uns, darunter Teams der Straußjugend aus Böckweiler, Brenschelbach, Wecklingen, Wolfersheim, Mimbach und Wattweiler. Auch Besucher des nahen Oktoberfestes in den Blieswiesen schauten vorbei“, freuten sich die Organisatoren. „Ich finde es super, dass die örtliche Jugend im Alter von 16 bis 26 Jahren sich für das Brauchtum ins Zeug legt, die Fete über fünf Tage mitorganisiert und so die Dorfgemeinschaft noch enger zusammenwachsen kann“, so Mathias Krey.

Nach der Kirb-Disco mit DJ Saarni am Freitag und Betobe am Samstag spielte am Sonntag zum Frühschoppen das Blasorchester des TV Breitfurt zünftig auf, ehe die Kirweredd am Nachmittag im Zelt, das um neun Meter verlängert wurde, da sie 150 Zuhörer anlockte. Erstmals hatten mit Tamara Wolf und Jessica Schön zwei junge Frauen das örtliche Geschehen gekonnt glossiert und mit passenden Gesängen gemeinsam mit der Straußjugend aufgelockert. Vieles wurde ans Tageslicht gebracht und aus dem Nähkästchen geplaudert. Die Zuhörer erfuhren in lustigen Worten, dass etwa bei der Erstellung des Dienstplans der Straußjugend zu später Stunde die Feuerzangenbowle zum Verkauf und nicht, wie geschehen, zur Selbstverkostung da ist. Oder dass man einen roten Rosenstrauß verschenken, aber nicht den Kopf darin stecken sollte – schließlich wartete vor dem Haus nicht das Kirwe-Dornröschen.

Episoden der Straußjugend bei Moni im Dotter und bei Manu in der Reiterklause brachten alle zum Lachen. „Die jüngeren und älteren Generationen sollen sich in Webenheim wohlfühlen und eine lebendige Gemeinschaft sein, das hat sich der Ortsrat zur Maxime gemacht“, stellte Mathias Krey beim gemeinsamen Hoch auf die Kirb mit Maximilian Kreutz und Sebastian Schunck heraus. „Es ist toll zu sehen, wie sich beim Feiern der Kirb die Bürger beim Helfen engagieren“, hatten Barbara und Markus Allgeier beim Blick auf die große Helferschar ausgemacht. Die war auch notwendig, allein über 200 Portionen an Leberknödeln, Gefüllte und Wurstsalat gingen bei der Premiere eines Mittagstischs am Montag über Manus Theke, ehe die Straußgesellschaft von Bürgermeister Bernd Hertzler zum Lumpenzug durchs Dorf verabschiedet wurde. Stärken konnte man sich dabei mit alkoholfreien Getränken.

Beim Gang mit Musik über den Gehweg der vielbefahrenen Bliestalstraße erreichte die Kirwe- Seilschaft gar eine kleine Verkehrsberuhigung. „Die Autofahrer zeigten viel Verständnis, und zur Feier des Tages legten sie mit einer kleinen Spende den Grundstock für die Kirb 2020“, erzählte uns Maximilian Kuntz. Für ihn, die Straußjugend und die Helfer gab es Komplimente zuhauf, alle ließen die sehr gelungene Kirb am Mittwoch mit einem Heringsessen und einem letzten Hoch in Manus -Reiterklause ausklingen.

Übrigens: Nicht nur an der Zeltkirb, auch beim Adventsmarkt am 14. und 15. Dezember rund um das Dorfgemeinschaftshaus ist die Straußjugend mit dem Ortsrat für die Dorfgemeinschaft und den guten Zweck im Einsatz.