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Hoher Besuch im Schulgarten in Lautzkirchen

Schulgarten in Lautzkirchen : Hoher Besuch im Lautzkircher Schulgarten

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Umweltminister Reinhold Jost waren zu Gast.

Hoher Besuch am zweiten Ferientag im Schulgarten der Grundschule Kirchberg in Lautzkirchen. Gleich zwei Mitglieder der saarländischen Landesregierung waren nach Lautzkirchen gekommen. Im Rahmen des Corona-Aufholprogrammes und der Ferienaktivitäten der Freiwilligen Ganztagsschule machten sich Umweltminister Reinhold Jost und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot im Schulgarten ein Bild von den Aktivitäten. Der Leiter des Blieskasteler Forstamtes, Helmut Wolf, hatte mit seinem Sohn und Assistenten Jonas Wolf eine Unterrichtssequenz über die Biber in der Region vorbereitet. In Lautzkichen mit seiner Biber-Problematik ein durchaus aktuelles Thema.

Die Kinder hörten sehr aufmerksam zu, als ihnen der promovierte Forstfachmann Wolf Interessantes über Lebens- und Verhaltensweisen der Biber anhand von interessanten Modellen näher brachte. Die Kinder konnten eigenes Wissen einbringen und durch Zwischenfragen ihr Spektrum in Sachen Natur erweitern. Auch die Politiker hörten aufmerksam zu.

Uta Rosenau, Lehrerin an der Lautzkircher Grundschule und sozusagen die „Mutter“ des Projektes Schulgarten, nutzte die Pause, um der Bildungsministerin den Schulgarten zu zeigen, und dem Umweltminister die weiteren Fortschritte in der Arbeit zu demonstrieren. Reinhold Jost hatte sich schon bei der Neueinweihung des Schulgartens sozusagen als „Fan“ des Lautzkircher Schulgartenprojekts geoutet. Und auch beim Besuch in dieser Woche war der Umweltminister angetan: „Dies ist einer der schönsten Schulgärten im Land, die ich kenne. Dies ist ein herrliches Fleckchen Natur. Hier wurde ein Paradies geschaffen – mitten im Ort!“.

Und auch Forstamtsleiter Helmut Wolf stellte heraus, dass sich der Schulgarten genau in einer Schnittstelle zwischen Wald, Wasser und Wohnen im Ort befinde. Der Schulgarten, so Minister Jost weiter, sei ein „Best-Practice-Modell“ auch für andere Schulen: „Hier sieht man, was sich mit großem Engagement, Vernetzung und guter Zusammenarbeit alles bewegen lässt“. Er unterstrich, dass man hier in Lautzkirchen keine Klischees bediene, sozusagen „wir haben auch einen Schulgarten“. Der Lautzkircher Schulgarten sei mit Leben gefüllt und werde auch in den Unterricht integriert. Lehrerin Uta Rosenau berichtete von der Arbeit im Garten mit einigen wenigen, aber umso engagierteren Eltern und der großen Freude, welche die Kinder beim Besuch des Schulgartens hätten: „Das bleibt länger in den Köpfen wie manche Mathematikstunde“, wusste die engagierte Pädagogin zu berichten. Es sei immer wieder ein Erlebnis, wenn etwa im Herbst die Kartoffeln von den Kindern eigenhändig geerntet werden: „Und die werden dann gebraten, und es gibt Quark dazu, das ist dann das beste Menü“. Bildungsministerin Streichert-Clivot zeigte sich angetan vom Lautzkicher Schulgarten. Gerade in der Zeit nach Corona, aber auch nach den Ereignissen und Katastrophen der letzten Tage sei es besonders wichtig, den Kindern die Natur nahe zu bringen: „Wir müssen unser Verhältnis zur Natur verändern“, war die Ministerin überzeugt. Besonders für Grundschulkinder sei es sehr wichtig, dass sie in der Natur erlebten, wie Dinge entstehen und wachsen. Die beiden Minister stellten heraus, dass der Schulgarten auch ein gutes Medium für BNE sei. BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen.