Herbstkonzert mit New-York-Flair

Selten dürfte ein Herbstkonzert des Breitfurter Blasorchesters abwechslungsreicher gewesen sein als in diesem Jahr. Durften sich die Zuhörer zunächst in New York wähnen, folgte bekannte Musik aus Kinderfilmen wie Heidi und die Biene Maja.

. "Contrasto Grosso" hatte das Breitfurter Blasorchester des Turnvereins sein Herbstkonzert überschrieben. Wahrlich beträchtlich waren die Unterschiede innerhalb der Titel des Repertoires. So spannte sich der Bogen von voluminösen amerikanischen Ouvertüren bis zur europäischen, alpenländischen und deutschen Blasorchesterkultur.

Schon in den ersten Takten seiner "New York Ouvertüre" hatte der Komponist Kees Vlak es verstanden, die Stadt New York mit ihrem pulsierenden Leben und unvergleichlicher Atmosphäre einzufangen. In seinem Tonbild wähnte man sich bei der Landung auf dem Kennedy-Flughafen, durchstreifte die Metropole, warf einen abschließenden Blick auf den Hafen und die Freiheitsstatue. Wurde mit dem Stück eine großartige Stadt porträtiert, ein besonderes musikalisches Erlebnis vermittelt, so drehten die Soli der Querflöten, Saxofone und Trompeten sich um "Colors of the Wind", den Titelsong der Walt-Disney-Zeichentrick-Produktion Pocahontas. Es war gleichzeitig das kammermusikalische Element des kurzweiligen, beschwingten Abends in der gut besetzten Mehrzweckhalle.

Dirigent Björn Weinmann, der das Orchester seit sechs Jahren musikalisch führt, und seine 26 Musiker, darunter auch einige des Gersheimer Orchesters, hatte mit den Partituren von "Dance with wolves" und "I will follow him" weitere bekannte Filmhits auf den Notenständern platziert. Das große Thema des vierstündigen Filmepos "Tanz mit dem Wolf" mit einem Medley voller Emotionen stand konträr zur edlen und entspannten Musik des Hits aus dem himmlischen Musical "Sister Act". Jacob de Haan, Weinmanns Lieblingskomponist, kam mit dem Titelsong des Konzerts "Contrasto Crosso" zu Ehren. In dieser musikalischen Bearbeitung waren Segmente aus Marsch, Walzer und Polka verwoben, auf die eine klassische Ouvertüre einstimmte. Dann hieß es hinein in die Historie.

Pippi, Heidi und Maya

Bekannte Kinderfilmhelden wie Pinocchio, Biene Maya , Heidi, Pippi Langstrumpf , der Pumuckl oder die Schlümpfe erwachten für die Zuhörer im Medley "Hurra Hurra" zu neuem Leben. Bekannte Schlager und Melodien riefen Erinnerungen wach. Der "Schlager Hit-Mix" leitete in eine weitere Facette der Blasmusik, den Arrangements bekannter, leichter, eingängiger Melodien, ein. Musikalische Appetithäppchen aus "Ein Bett im Kornfeld", "Michaela" oder auch "Du kannst nicht immer 17 sein" entführte in die 1970er und 1980er Jahre. Tiroler Schwung bei "Von Freund zu Freund" und das Potpourri "Klänge aus dem Alpenland" war Reminiszenz an die Marschmusik.

"Wir werden an der Brewader Kirb den Frühschoppen am Montag, 26. Oktober, in der Fischerhütte spielen." Damit überraschte Moderator Herbert Haas das Auditorium. Gleichzeitig leitete er in eine Oktoberfestatmosphäre über, ließ das Orchester noch einige Zugaben spielen. So hatten sich die vielen Vorbereitungsstunden, in die auch ein Probewochenende eingebaut war, gelohnt. Das Orchester bereitet sich auf weitere Auftritte vor, probt allwöchentlich dienstags ab 19.30 Uhr in der Halle. Weinmann kündigte an, dass geplant sei, mit dem Musikverein Gersheim ein gemeinsames Jugendorchester ins Leben zu rufen.

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