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Heimatforscher bedauert fehlende Gedenkfeier in Altheim

Heimatforscher bedauert fehlende Gedenkfeier in Altheim

In allen Stadtteilen Blieskastels gibt es am Volkstrauertag Feiern zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege - nur nicht in Altheim , was Heimatforscher Helmut Lambert bedauert. Exakt 50 Jahre ist es her, dass das Ehren- und Mahnmal in Altheim eingeweiht wurde. "Ein Foto von damals trägt bei mir heute die Zeile ,Denk-mal', denn das zur Ehren der 81 Altheimer Kriegsopfer der beiden Weltkriege mit Spenden der Bürger im Jahre 1966 errichtete Ehrenmal wurde vor drei Jahren wegen einigen Metern schadhafter Stufen geschichtsvergessen und pietätlos abgerissen", macht Heimatforscher Helmut Lambert seinem Ärger Luft. "Dazu war der Abriss erheblich teurer als eine notwendige Sanierung." Lambert gibt zu bedenken, dass vor zehn Jahren, als die meisten Kriegsteilnehmer noch lebten, der Abriss des Ehrenmals unweigerlich zu einem Aufstand im Dorf geführt hätte.

"Dabei hätten zur Restaurierung in Eigenregie zwei Sack Zement und etwas Kies ausgereicht, also 50 Euro Materialkosten", kritisiert der 85- Jährige das Vorgehen der kommunalpolitisch Verantwortlichen vor drei Jahren. "Die nun in der Leichenhalle aufgehängten Namenstafeln werden dem Verlust des Denkmals nicht gerecht. Auch fehlt bei der zusätzlich angebrachten Marmortafel, wie früher in der Kirche üblich, die aufgestellte Figur. Die Abriss- Initiatoren betrachten auch die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge nicht mehr als zeitgemäß."

Helmut Lambert bedauert abschließend, dass nach Auflösung der örtlichen freiwilligen Feuerwehr die Feier für die Kriegsopfer in Altheim , als einzigem Stadtteil, schon seit einigen Jahren entfallen sei. "Denk-mal nach", so seine Anregung an die Mitbürger, denn die Kriegsopfer dürften in Altheim nicht vergessen werden.