Hasen-Monatskalender vom Kultur-Stammtisch Blieskastel

Bilder von Karl-Heinz Hillen : Ein Monatskalender voller „Hasen“

Der Spitzname für die Wolferseimer animierte Karl-Heinz Hillen zu seinen künstlerischen Motiven.

Die Wolfersheimer, die in der Umgangssprache liebevoll auch als „Hasen“ bezeichnet werden, sind die Ideengeber eines Monatskalenders für das Jahr 2020, den der Blieskasteler Kultur-Stammtisch verlegt hat. Zwölf Motive verarbeitete der Blieskasteler Künstler und stellvertretende Stammtisch-Vorsitzende Karl-Heinz Hillen zu einem Jahresdurchlauf, der der Form seinesgleichen sucht.

„Die Idee entstand bei den Gesprächen zur Vorbereitung der WolfersArt und dem Hinweis des Spitznamens Hase für die Wolfersheimer“, erinnert sich Hillen. Da ihm aber niemand genau sagen konnte, woher die Bezeichnung komme und was sie bedeute, strickte er in der künstlerischen Freiheit seine eigene Geschichte. So entstand beispielsweise das Motiv des „Quackbäumchen in den Streuobstwiesen“ der Hinweis auf das Quack-Essens der Einwohner des Blieskasteler Stadtteils an Pfingstmontag.

Bei allen Motiven, eine Sammlung aus insgesamt 50 entstandenen Zeichnungen, wird die Verbindung der Wolfersheimer zu ihrem Dorf hergestellt. Gezeigt wird eine Gesamtansicht der Häuser oder auch die alte Schule. Ob die Wolfersheimer jemals eine „Bionäse“ getanzt haben, konnte der Künstler auch nicht beantworten. Auf jeden Fall kam ihm eine Geschichte zu Ohren, die die Hasenursprünge auch offen legen könnte. In früheren Zeiten fuhren die Wolfersheimer immer vom Breitfurter Bahnhof aus mit der Eisenbahn. Und da sie oft sehr spät ankamen, mussten sie, um den Zug noch zu erreichen, die letzte Wegstrecke rennen. Daher stellten die Breitfurter, die als „Bewadder Affe“ bezeichnet werden, bei dem Anblick fest: „Da laufen sie wieder wie die Hasen“.

Der Kalender ist in limitierter Auflage erschienen und im Foto-Studio Roman Schmidt in Blieskastel oder beim Künstler Karl-Heint Hillen selbst, Telefon (0160) 850 94 88, zum Preis von 20 Euro zu bekommen.

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