Grünes Licht für Hallen-Neubau

Niederwürzbach. "Das ist aber eine hervorragende Nachricht", reagierte Arno Gebhardt vom TV Niederwürzbach. Die Nachricht: Die Stadt Blieskastel hat den Planungsauftrag zum Bau einer neuen Würzbachhalle in Niederwürzbach vergeben

Niederwürzbach. "Das ist aber eine hervorragende Nachricht", reagierte Arno Gebhardt vom TV Niederwürzbach. Die Nachricht: Die Stadt Blieskastel hat den Planungsauftrag zum Bau einer neuen Würzbachhalle in Niederwürzbach vergeben. "Die Zustände sind inzwischen unzumutbar, aus energetischer Sicht ist der Neubau ein Muss", so der Abteilungsleiter Handball des TV Niederwürzbach. Der Ausschuss für Umwelt, Planung und Bauen des Stadtrates ließ sich nicht zuletzt auch leiten von einem Gutachten des Ingenieurbüro Nieder-Heinzel, welches zunächst nur einen Sanierungsplan hatte ausarbeiten sollen. Das Urteil war vernichtend und ließ auch die Baufachleute der Stadtverwaltung zu dem Schluss kommen, dass eine Sanierung nicht mehr möglich, die Halle sozusagen abbruchreif ist. Es war nachzuweisen, dass sich die Halle in unregelmäßigen Abständen in Folge mangelhafter Gründung setzt. Außerdem hatte ein weiteres Fachbüro festgestellt, dass "die vorhandene Stahlrahmenkonstruktion bis an ihre Belastungsgrenze ausgenutzt ist", wie es im dortigen Gutachten nachzulesen ist. So wurde zur Auflage gemacht, dass die Halle ab einer Schneehöhe von 40 Zentimetern "aus der Nutzung genommen" werden müsste, weil dann die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die Untere Bauaufsicht machte deshalb zudem zur Auflage, dass aus Sicherheitsgründen halbjährlich Nachmessungen stattfinden und Nachberechnungen durchgeführt werden müssen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Allerdings kann die Halle unter diesen Auflagen weiter unbedenklich für den Sportbetrieb genutzt werden. Zur Erinnerung: Die Würzbachhalle wurde kurz vor der Gebiets- und Verwaltungsreform sozusagen "auf die Schnelle" hochgezogen. Gleichwohl bedeutete der Bau der Würzbachhalle so etwas wie ein "Meilenstein" in der Sportgeschichte des Dorfes. Handball-Bundesliga hätte wahrscheinlich ohne die Halle nie mit Niederwürzbacher Beteiligung stattgefunden. Aber schon bald wurde klar, dass bei der Planung nicht ganz sauber gearbeitet worden war. So war zum Beispiel die Gründung der Halle neben dem Würzbach nur unzureichend. Und obwohl beim Verkauf des Junkerwaldes schon einmal Geld in die Halle investiert wurde, ist der Zustand des Bauwerks inzwischen marode. "Auch die Bedingungen für einen regulären Sportbetrieb, wie er in einer solchen Halle stattfindet, sind inzwischen unzumutbar. So reichen die Umkleidekabinen nicht aus, auch die Duschen sind inzwischen total veraltet", analysiert Arno Gebhardt. Insofern begrüßt er selbstverständlich den Planungsauftrag, den der Bauausschuss an das Gersheimer Architekturbüro Mario Morschett vergeben hat. Ungeklärt ist offiziell die Standortfrage. Aber es war zu erfahren, dass der TV Niederwürzbach - bei gleichzeitigem Entgegenkommen der Stadt etwa bei den Nutzungsgebühren - den alten Sportplatz als Baugelände zur Verfügung stellen würde. Nicht in die Planung aufgenommen ist bislang der von den Würzbacher Vereinen schon lange geforderte Kultursaal. Beim Neujahrsempfang der CDU in Niederwürzbach hatte Sportminister Klaus Meiser die Würzbachhalle als "Ausnahmefall" bezeichnet, der auch besonders hoch zu bezuschussen sei. "Aus energetischer Sicht ist der Neubau ein Muss."Arno Gebhardt