Grüne Blieskastel fordern Antworten zur Polizeipräsenz in der Nacht

Blieskastel : Die Bürger brauchen Sicherheit

Die Fraktion der Grünen im Blieskasteler Stadtrat fordert aufgrund vermehrter Einbrüche Antworten zu nächtlicher Polizeipräsenz.

Die Blieskasteler Grünen haben Antworten zur Polizeipräsenz in der Nacht eingefordert. Wie die Partei mitteilt, seien in den letzten Wochen in der Innenstadt Blieskastel mehrere Einbrüche verübt worden. Neben einer Goldschmiede seien schon mehrfach der Imbiss am Paradeplatz, wie beispielsweise am vergangenen Mittwochabend, und zweifach das Kloster samt Pilgerrast betroffen gewesen. „Zumindest in einem Fall musste die Polizei aus Homburg kommen, da sich kein Einsatzfahrzeug wie von der Polizeiführung zugesagt, im Bliesgau befand. Zeugen bemerkten zwar den Einbruch in die Goldschmiede, bis die umgehend gerufene Polizei aus Homburg eintraf, war der Täter jedoch über alle Berge“, so der Grünen-Fraktionschef im Stadtrat, Lukas Paltz. Die bündnisgrüne Stadtratsfraktion befürchte, dass die saarländische Polizeireform, die die große Koalition aus CDU und SPD beschlossen hat, eine Sparmaßnahme auf Kosten der Sicherheit der Menschen darstelle, und die damaligen Zusagen der Landesregierung nicht zutreffend seien. Denn Fakt sei, dass die Blieskasteler Polizeidienststelle nachts nicht mehr besetzt sei (wir berichteten).

„Es ist für das Sicherheitsbedürfnis der Blieskasteler Bürgerinnen und Bürger von erheblicher Bedeutung, dass auch nachts stets die Möglichkeit besteht, innerhalb kürzester Zeit Unterstützung durch die Polizei zu erhalten. Ist diese Möglichkeit nicht mehr gegeben, schafft das nicht nur berechtigte Ängste innerhalb der Bevölkerung, sondern eben auch Gelegenheiten für Diebe. Daher haben die Blieskastelerinnen und Blieskasteler auch ein Recht zu erfahren, inwieweit die Landesregierung ihr Versprechen einhält, dass die Polizei nachts im Bliesgau präsent ist“, erklärt die Stadträtin und grüne Bürgermeisterkandidatin Lisa Becker. Die Rechtsanwältin appelliere deshalb an die Verwaltungschefin, folgende Informationen vom Innenministerium einzuholen und die Ergebnisse dem nächsten Verwaltungsausschuss mitzuteilen: Wie viele Notrufe aus dem Bliesgau sind seit der Nachtschließung der Polizeidienststelle Blieskastel eingegangen? Wie oft war entgegen der Zusage kein Einsatzfahrzeug im Stadtgebiet unterwegs? Polizeibeamte hätten berichtet, dass zeitweise im ganzen Saarpfalz-Kreis nur zwei Fahrzeuge einsatzbereit gewesen seien. Ist diese Information zutreffend? „Die Sicherheit der Blieskasteler Bürgerinnen und Bürger muss rund um die Uhr gewährleistet sein. Die Landesregierung darf diese Problematik nicht länger ignorieren, die Stadtverwaltung muss sich aktiv für eine Verbesserung der Situation einsetzen“, fordert die Grüne Lisa Becker in einer Presseerklärung abschließend.

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